Österreichische Entwicklungsbank investiert 33 Millionen Euro in den EFSE-Mikrofinanzfonds
EFSE-Fondsvolumen steigt auf über 600 Millionen Euro
Die im März 2008 gegründete offizielle Entwicklungsbank der Republik Österreich investiert 33 Millionen Euro in den „European Fund for Southeast Europe“ (EFSE). Dieser Fonds ist einer der weltweit größten Mikrofinanzfonds.
"Mit dem Eintritt der Österreichischen Entwicklungsbank in den Fonds werden die Finanzmittel des EFSE auf über 600 Millionen Euro erweitert. Damit werden in den kommenden fünf Jahren rund 16.000 zusätzliche Kredite an Mikro- und Kleinunternehmen sowie an finanzschwache Haushalte in Südosteuropa vergeben werden können", erklären die OeEB-Vorstände Andrea Hagmann und Michael Wancata die Gründe für das Engagement der Entwicklungsbank.
Der EFSE hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2005 zu einem starken Finanzpartner für Mikro- und Kleinunternehmen sowie für finanzschwache Haushalte in dieser Region etabliert. Ende 2008 sollen Kapitalmittel in der Höhe von 630 Millionen Euro zur Verfügung stehen. "Das bedeutet, dass der Fonds sehr gut ausgestattet ist, um das angestrebte Wachstum der Investitionen während der kommenden Jahre sicherzustellen", erläutert Sylvia Wisniwski, Chief Operating Officer des EFSE.
Das ist besonders vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise bemerkenswert. Angesichts von Liquiditäts-Engpässen und der hohen Nachfrage nach Refinanzierungs-Möglichkeiten im Bereich der Mikrofinanzierungen beweist der Fonds, dass er eine verlässliche Finanzierungs-Quelle ist. Der EFSE sichert den kontinuierlichen Zugang zu Finanzmitteln für seine Partner im Banken- und Kreditbereich und erreicht so Mikro- und Kleinunternehmen (MKUs) sowie finanzschwache Haushalte.
Seit seiner Gründung hat EFSE 97.000 Darlehen für diese Zielgruppen refinanziert. Bis zum Jahr 2012 soll diese Zahl auf über 405.000 steigen.
Zusätzlich zur Investitionssumme von 33 Millionen Euro spendet die OeEB 200.000 Euro an die EFSE "Development Facility" – einen Trust-Fonds, der die Finanz-Investitionen des EFSE mit technischer Hilfe, Beratung und Training ergänzt.
Das aktuelle OeEB-Engagement ergänzt auch die bestehende Beteiligung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im EFSE.
Die Österreichische Entwicklungsbank AG (OeEB)
Die Österreichische Entwicklungsbank AG wurde im Auftrag der Republik Österreich im März 2008 gegründet. Als 100%-ige Tochter der Österreichischen Kontrollbank AG (OeKB), des zentralen österreichischen Finanzdienstleisters für die Exportwirtschaft und den Kapitalmarkt, ist sie eine rein private Finanzinstitution mit öffentlichem Auftrag der Bundesregierung und tritt als offizielle Entwicklungsbank auf. Die OeEB ist auf die Umsetzung von Projekten im Privatbereich spezialisiert, die nach langfristigen Investitionen verlangen, um nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Die OeEB bietet maßgeschneiderte Finanzierungslösungen für die verschiedensten Formen langfristiger Investitionen, die in diesen Märkten in der Regel nicht vorhanden sind. Durch ihr besonderes Mandat kann die OeEB im Vergleich zu Kommerzbanken höhere Risiken bei Einzeltransaktionen übernehmen (Beträge, Laufzeiten, Länder mit hohem Risiko). Damit wird auch die Lücke zwischen Leistungen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) sowie der Austrian Development Agency (ADA) und Finanzierungen von Kommerzbanken geschlossen. Darüber hinaus unterstützt die OeEB Finanzinstitute, darunter auch Mikrofinanz-Institute, mit der Vorgabe der Re-Investition im Entwicklungsbereich des privaten Sektors.
Zusätzlich bietet die OeEB so genannte „Assistance Services“ zur technischen Unterstützung und effizienten Umsetzung von Entwicklungsprojekten an.
www.oe-eb.at
Der European Fund for Southeast Europe (EFSE)
Der European Fund for Southeast Europe (EFSE) ist einer der weltweit größten Mikrofinanzfonds. Der Fonds zielt auf die Förderung von wirtschaftlicher Entwicklung und des Aufschwunges in Südosteuropa. Er bietet langfristige Fondsinstrumente für lokale Finanzinstitute der Region zur Weiterverleihung an Mikro- und Kleinunternehmen, aber auch an private Haushalte mit niedrigem Einkommen. Zur Vervollständigung der Finanzassistenz des Fonds, organisiert und finanziert die EFSE–Development Facility die technische Assistenz und das Training für die Organisations- und Personalentwicklung von Partner-Kreditinstituten mit. Der Fonds ist ein Public-Private-Partnership-Modell. Der Kapitalstock wird sowohl durch öffentliche Geber und internationale Finanzinstitutionen als auch durch institutionelle Privatinvestoren bereitgestellt. Die KfW ist Initiator und Promotor des Fonds. Als Fonds-Manager fungiert Oppenheim Asset Management Services. Die Frankfurter School of Finance & Management agiert als Berater und unterstützt das Fonds-Management. Der Fonds ist in Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Serbien, Kosovo, Montenegro, Moldawien, in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, in Albanien und Bulgarien tätig und soll demnächst auch in der Ukraine operativ werden. Weitere Informationen unter www.efse.lu.
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