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"Kapitalismus Reloaded" - Michael Best, ARD

Veranstaltungsrückblick

Frankfurt am Main, 04.12.2009 - Der Leiter des ARD-Börsenstudios hat die Gründe und den Verlauf der Wirtschafts- und Finanzkrise in einem Buch analysiert und seine Erkenntnisse an der Frankfurt School vorgestellt.

Fotot Michael Best

Michael Best

Um sein Buch zu schreiben, hatte sich Michael Best einen straffen Zeitplan geschaffen. Von Ende März 2009 bis Ende Juli 2009 moderierte er an fünf Tagen das Börsenstudio und schrieb dann neun Tage lang. Freie Tage habe er in der Zeit nicht gehabt, seinen gesamten Jahresurlaub plus unbezahlten Urlaub eingesetzt. Vier Tage vor Termin gab er sein Manuskript ab. Das Ergebnis stelle er am 3. Dezember an der Frankfurt School vor.


Michael Best (links) und Prof. Dr. Christoph Schalast (rechts) auf dem Podium

Professor Dr. Christoph Schalast, Professor für Rechtswissenschaften und Mergers & Acquisitions an der Frankfurt School, führte in das Thema ein und moderierte die Diskussion.

Das Fazit von Michael Best lautet: "Kapitalismus, das sind wir alle. Jeder trägt die Verantwortung für das, was er hat."

Als Konsequenz aus der Finanzkrise plädiert Michael Best für mehr Verantwortung bei den Entscheidern sowie für langfristiges Denken und Handeln. Er fordert eine staatliche Regulierung der Finanzwirtschaft, die Kreativität, Innovation und Unternehmertum gleichwohl fördert. Außerdem setzt er sich für eine Demokratisierung des Kapitalismus ein, die durch eine breitere Steuerung des Produktivvermögens erreicht werden könnte. Michael Best appelliert an alle Beteiligten, Verantwortung für Wohlstand und Arbeitsplätze einzunehmen und realistische Renditeerwartungen zu formulieren. So adressiert er nicht nur die Banken, die Wirtschaft und den Staat, sondern nimmt auch den einzelnen Bürger, den Sparer und (Klein-)Anleger in die Pflicht.


Ilka Kranefuß
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