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Frankfurt School bei der mdays

Panel diskutiert Chancen und Herausforderungen des Mobile Banking

Frankfurt am Main.

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Auf der mdays, der Messe zum mobilen Leben in Frankfurt am Main, veranstaltete die Frankfurt School of Finance and Management am Dienstag, 5. Februar 2013, ein Dikussionspanel zum Thema Mobile Banking. Teilnehmer des Panels waren Carsten Kress, (Senior Director mobile Commerce EMEA & DACH, SAP AG), Professor Dr. Jürgen Moormann (Frankfurt School of Finance & Management, Leiter des ProcessLab), Raphael Heiner (Head of Mobile Solutions, PwC Germany), Jens Klemann (Co-Founder Mobile Monday e.V., Managing Partner STRATECO GmbH & Co. KG), Jochen Kroll (Spezialist Direktvertrieb, Deutsche Postbank AG) und Konstantin Wolff (Co-Founder payeleven). Frank Schwab, Geschäftsführer von Imacor, moderierte die Veranstaltung. Die Teilnehmer waren sich im Wesentlichen einig: In Deutschland denkt man noch zu unbeweglich. Um sich zukunftsfähig aufzustellen, müssten insbesondere deutsche Banken umdenken: Nicht mehr statisch, sondern mobil; nicht die Technologie soll die Richtung vorgeben, sondern die Kundenorientierung.

Mobile Payment als zentrales Zukunftsprojekt

Image Mobile Payment als zentrales Zukunftsprojekt

Jochen Kroll begann die Gesprächsrunde, indem er die mobile Entwicklungen bei der Postbank vorstellte. Die Runde fokussierte jedoch schnell ein Thema, dass in dieser Strategie noch keine wesentliche Rolle spielte: Mobile Payment. Insbesondere in diesem Bereich, so waren sich die Teilnehmer einig, hinken deutsche Banken im internationalen Vergleich hinterher. Jens Klemann erläuterte einen Grund hierfür: „Wir denken traditionsgemäß ingenieursgetrieben und technikorientiert. Das wird jetzt zum Problem. Wir müssen die Kunden viel stärker einbinden.“

Customer Centricity als Voraussetzung für Fortschritt

Image Customer Centricity als Voraussetzung für Fortschritt

Professor Dr. Jürgen Moorman forderte ein grundsätzliches Umdenken im Bereich Banken und Finanzen. Gemeinsam mit Studenten der Frankfurt School of Finance and Management hat er Studien zur Funktionalität von Apps im Bereich Mobile Banking durchgeführt. Die Ergebnisse waren ernüchternd: „Es gibt überwiegend schlechte, benutzerfeindliche Apps, die eigentlich nur Webseiten widerspiegeln. Das gigantische Potenzial von Mobile Banking wird noch keineswegs ausgeschöpft.“ Denn um hierbei Fortschritte zu erzielen, dürfe man nicht danach gehen: „Was ist meine Technik und was kann sie leisten?“ Vielmehr sollte man fragen: „Was sind die Lebenssituationen meiner Kunden? Was sind ihre Bedürfnisse?“ In diesem Punkt pflichtete ihm Carsten Kress bei: Customer Centricity sei das zentrale Stichwort für zukunftsfähigen Zahlungsverkehr.

Einfluss des kulturellen Umfelds

Image Einfluss des kulturellen Umfelds

Allerdings, so ergab die Diskussion, müsse man bei der Frage nach den Kundenbedürfnissen auch kulturelle Faktoren bedenken. So befand es Raphaels Heiner für problematisch Deutschland direkt mit Gebieten zu vergleichen, die als „underbanked“ gelten. Hier habe das Filialwesen nie wirklich Fuß gefasst. Umso erfolgreicher seien heutzutage Alternativen, wie Mobile Payment. Wie wichtig die langjährigen Gewohnheiten von Kunden seien, hob auch Konstantin Wolff hervor: „Im Moment ist der Großteil der deutschen Bevölkerung noch nicht bereit, ganz auf seine EC- oder Kreditkarten zu verzichten.“ Prof. Jürgen Moorman ist sich jedoch sicher: „Die Entwicklung geht in Richtung mobile. In Banken herrscht oft die Meinung: Apps sind ja ganz nett, ganz funky; aber das Kerngeschäft liegt woanders. Diese Einstellung muss sich komplett ändern.“

Workshop & Weitere Termine

Am Nachmittag führte die Frankfurt School of Finance and Management außerdem einen gut besuchten Workshop zum Thema Mobile Banking durch. Darin gab es konkrete Hilfestellungen, wie man Unternehmen in die mobile Zukunft führen kann. Das Thema wird an der Frankfurt School weitergeführt.

Banking of the Future: Banking everywhere and everytime, 23. bis 24. 4. 2013

Kontakt

Elisa Antz

Elisa Antz

Referentin Internationale Kommunikation und Alumniarbeit

Unternehmenskommunikation

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