Fraport-CEO Schulte spricht an der Frankfurt School
Frankfurt am Main. Knapp 200 Gäste waren gestern in das Audimax der Frankfurt School of Finance & Management gekommen, um den Vortrag des Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, zu hören. Er sprach in der Reihe „FS im Dialog“.
Der Präsident der Frankfurt School, Professor Dr. Udo Steffens, begrüßte den Gastredner herzlich zur ersten Veranstaltung von „FS im Dialog“ im Jahr 2010. Anschließend referierte Dr. Schulte über die aktuelle Lage des Frankfurter Airport, die mittel- und langfristigen Expansions- und Investitionsstrategien des Unternehmens und ordnete den Flughafen sowie seinen Betreiber im globalen Netzwerk ein.
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- Prof. Dr. Udo Steffens, Dr. Stefan Schulte
Über eine kurze Einführung in den geschichtlichen Hintergrund der Luftverkehrsindustrie gelangte Dr. Schulte zur internationalen Eigner- und Tätigkeitsstruktur der Fraport AG und erläuterte eine Verschiebung des Kerngeschäfts eines Flughafenmanagers: Die Bedeutung von Ladengeschäften, Cafés und Restaurants am Flughafen nehme immer mehr zu, so dass die Fraport nicht nur ein reiner Flughafenbetreiber sondern auch ein Retail- und Immobilienmanager sei. Die Umsatzzahlen spiegeln dies wider. Er betonte jedoch, dass in allen strategischen Überlegungen der Passagier weiter die zentrale Triebkraft bliebe.
In seinem Vortrag legte Dr. Schulte einen weiteren Fokus auf die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf den Luftfrachtverkehr. Die weltweite Dynamik in der Entwicklung von Arbeitsprozessen veränderten die Anforderungen an die Luftverkehrströme, die in Zukunft größere Bündelungen von Kapazitäten an einem Standort fördern würden. Dr. Schulte betonte, dass der RheinMain-Airport auf lange Sicht nicht alleine in Deutschland diese Rolle übernehmen könnte. Die Entwicklung würde irgendwann die Kapazitäten des Flughafens überholen. Aufgrund seiner exponierten Lage zwischen Asien und Nordamerika und seiner Hub-Funktion sowie aufgrund des exzellenten Verteilernetzwerks in der RheinMain-Region böte der Frankfurter Flughafen große Standortvorteile für Unternehmen, für Deutschland und Europa.
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- Dr. Stefan Schulte, Andreas Horchler
Den Flughafenausbau mit der neuen Landebahn Nordwest, die Erweiterung der Cargo City, dem neuen Flugsteig A-Plus und das neue, wegen der Wirtschaftskrise und des gesunkenen Passagieraufkommens verschobenen Terminal 3, sind für Dr. Schulte absolut notwendig, damit die Fraport AG und der Flughafen im internationalen Geschäft wettbewerbsfähig bleiben könnten. Während des Vortrags sowie in der anschließenden offenen Fragerunde, die Andreas Horchler vom Radiosender HR-Info moderierte, regte Dr. Schulte wiederholt eine gesellschaftspolitische Diskussion zum Thema Lärmbelästigung an. Er skizzierte einige zukünftige Lärmschutzprojekte am Flughafen und kündigte ein großes Paket für den Sommer an, zu dem er allerdings keine Details verraten konnte.









