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Gerrit Sindermann, heute CEO der milliPay Systems AG in Zürich, schloss seinen Bachelor of Business Administration im Jahr 2004 ab, damals noch an der Hochschule für Bankwirtschaft. Insgesamt arbeitete er zehn Jahre in der Bank, im Equity Research, dem Operational Risk und der in-house Strategieberatung von ABN AMRO Bank (Amsterdam) beziehungsweise bei deren Tochter Delbrück Bethmann Maffei (Frankfurt). Gerrit verließ den Banksektor zum ersten Mal im Jahr 2008. Mit einem MBA wechselte er dann in die Welt der Tech-Unternehmen. Er war Mitgründer der SMS Routing Plattform Nexmo, unterstützte die frühe Phase einer Schweizer Crowdfunding Plattform und managte Pilotprojekte für die Mobile Contactless Wallet von Swisscom. 2014 übernahm er die Führung von milliPay, einem auf digitale Inhalte (unter anderem Video, Musik, News) spezialisierten Micropayment-Anbieter. Derzeit ist milliPay für die Top 100 der 2016 European Fintech Awards nominiert und freut sich über Unterstützung der Frankfurt School Community in Form einer Stimme.

Inwiefern hat Sie das Studium auf die Anforderungen Ihrer bisherigen und aktuellen Tätigkeit vorbereitet? Was war besonders nützlich?

Das Studium an der Frankfurt School vermittelt gute Grundlagen für jegliche Wirtschaftstätigkeit. Auch wenn kein Studium vollumfänglich auf die praktischen Herausforderungen einer Firma in der Startphase vorbereiten kann, helfen mir analytisches Training, ein guter Umgang mit Zahlen und Finanzen sowie das Verständnis der Denkweise von Bankern und Menschen mit Finanzhintergrund erheblich in Investorengesprächen. Auch ist es hilfreich, in schnelllebigen Branchen wie E-Commerce oder in der Medienbranche selbstverständlich mit großen Zahlen umgehen zu können und Geschäftsvisionen mit Financial Models zu validieren, sie besser zu verstehen und anderen zu erklären. Das Auslandssemester hat mir geholfen, Blicke über den Tellerrand zu werfen und neue Perspektiven zu entdecken.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Die Zeit an der Frankfurt School als Start ins Berufsleben war eine sehr prägende Zeit, in der ich gelernt habe, mich meinen Zielen durch harte Arbeit zu nähern und Biss zu entwickeln. Früh habe ich einen interessanten Job in der Aktienanalyse ergattert. So konnte ich die Kapitalmärkte und deren Sicht auf spannende Firmen, auch solche des Neuen Marktes, verstehen lernen. Meinen analytischen Fähigkeiten hat das Studium auch geholfen, dabei habe ich mir eine ‚rationale Perspektive’ auf Business Fragestellungen antrainiert.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Mit Sicherheit gehörte die Organisation und Ausrichtung der HfB Conference dazu. Das war ein super Erlebnis, an dem wir mit viel Herzblut und in einem super Team gearbeitet haben! Außerdem hat mir das Auslandssemester die Augen für die große weite Welt geöffnet und den Appetit auf weitere Erkundungen angeregt.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was – denken Sie – können Alumni für ihre Hochschule tun?

Alumni können Brückenbauer sein, den Studenten Orientierung für die dem Studium folgende Karrierephase geben und eventuell auch den Einstieg erleichtern. Die gemeinsame Alma Mater kann die Grundlage einer starken Verbindung sein, die helfen kann, im Job „einen Fuß in die Tür“ zu bekommen. Auch eine attraktive Praktikumsstelle lässt sich mitunter leichter durch Nutzung des Alumni-Netzwerkes finden. Allerdings müssen sich Studierende auch auf die effektive Nutzung des Alumni-Netzwerkes vorbereiten. Personalisierte Ansprachen mit konkreten Fragen beantworten Alumni lieber, als generische Kontaktanfragen in sozialen Netzwerken. Alumni können zudem der Hochschule wichtiges Feedback geben, was die Anforderungen an Absolventen in ihren Unternehmen oder Berufsfeldern angeht.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Man sieht sich immer zweimal im Leben. Das beeinflusst nachhaltig, wie man mit (jedem) Menschen umgeht.

 

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