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Frankfurt am Main, 30.09.2016 12:00:00

Am Mittwochnachmittag, 28. September 2016, veranstaltete die studentische Initiative FS LightUp – The FS Entrepreneurship Club ihre erste Vortragsveranstaltung zum Thema Gründen in Deutschland an der Frankfurt School of Finance & Management. Rund 100 Studierende und Alumni waren gekommen, um den Gastredner und ehemaligen Gründer Christian Lindner, der heute Bundesvorsitzender der FDP und Abgeordneter in Landtag von Nordrhein-Westfalen ist, zu hören.

Lucas Hell, Student im 7. Semester des berufsbegleitenden Bachelor in Betriebswirtschaftslehre, begrüßte die Teilnehmer herzlich, stellte den Gastredner vor und freute sich über das große Interesse am Thema.

Gleich zu Beginn seines Vortrages räumte Christian Lindner ein, dass er nie gedacht hätte, Jahre nach seiner ersten Unternehmensgründung mit 18 Jahren, einmal als Ehrengast bei einem Vortrag zu sprechen, in dem er als gescheiterter Unternehmer im Vordergrund stehe.

Der Politiker Lindner vermutet, dass dies auch mit der fehlenden Kultur des Scheiterns oder dem mangelnden Geben einer zweiten Chance zusammenhänge. Vor seiner politischen Karriere gründete Christian Lindner zwei Unternehmen. Mit seinem ersten noch vor dem Studium gegründeten Unternehmen war er mehrere Jahre erfolgreich selbständig.

Die zweite Unternehmensgründung scheiterte nach kurzer Zeit während der New Economy; rückblickend bezeichnet er diese Zeit als lehrreich. Häufig, so Christian Lindners Wahrnehmung, werde bei Gründern der Misserfolg stärker wahrgenommen als der Erfolg – das Scheitern bleibe an einem haften. Daher wünsche er sich einen Kulturwandel und plädiere dafür, dass politisch mehr getan wird, um Start-Ups und Gründer zu unterstützen.

Bei vielen Start-Ups, würden neue Technologien und Geschäftsmodelle erprobt, es werde experimentiert und es fehlten Erfahrungswerte – ganz im Gegensatz zur klassischen Selbständigkeit. Den Studierenden machte er dennoch Mut, und riet ihnen „scheitert, aber scheitert schnell“. Denn viele Gründer erlebten Misserfolge, bevor sich ihre guten Ideen durchsetzten. Unternehmergeist und Mut aber eben auch eine eine Kultur der zweiten Chance gehörten zum Gründertum dazu.

Was ist notwendig in Deutschland, um Gründer zu unterstützen? Christian Lindner empfahl abschließend die „3 Ks“ – Kultur, Köpfe und Kapital. Deutschland brauche eine gründerfreundlichere Kultur, in der Erfolge ohne Neid und Misserfolge ohne Hohn und Spott behandelt würden. Die Start-Ups brauchen kluge, gut ausgebildete Köpfe, die das Produkt oder die Technologie, die sie entwickeln, bestens kennen und es brauche mehr Kapital sowie Anreize für Investoren, Unternehmer und ihre Projekte zu fördern.

Eine rege Q&A-Runde schloss sich den Ausführungen von Christian Lindner an.

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