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Inwiefern hat Sie das Master of M&A Studium  auf die Anforderungen Ihrer beruflichen Tätigkeit vorbereitet und unterstützt? Was war besonders nützlich?

Das Studium war eine sehr wertvolle Ergänzung meiner fachlichen Fähigkeiten in einer Zeit, als ich meinen bisherigen Beratungsfokus im Bereich Fremd- und Eigenkapitalberatung aufgegeben habe, um mich beruflich breiter aufzustellen und auch im Rahmen von M&A-Transaktionen tätig zu werden. Das Studium hat viele berufspraktische Grundlagen vermittelt, die ich bislang noch nicht in voller Tiefe kannte und die ich als sehr hilfreiche und wertvolle Ergänzung meiner bisherigen beruflichen Expertise wahrgenommen habe. Überdies war das Studium sehr hilfreich für den Aufbau meines beruflichen Netzwerks im deutschen Raum, dies gilt sowohl für die Teilnehmer des Programms als auch für die Dozenten, von denen einige in den einschlägig bekannten Großkanzleien arbeiten und anerkannte Experten auf ihrem Gebiet sind und die ich entsprechend zum Teil sogar bereits aus früheren Transaktionen kannte.

Welches Modul hat Ihnen am meisten gefallen und warum?

Das aus meiner Sicht beste und hilfreichste Modul war „Take-Overs, IPOs und Anleihen“. Dies war ein sehr effektiver und hilfreicher Rundumschlag sowohl zur Praxis wie auch den gesetzlichen Grundlagen des deutschen Kapitalmarktrechts für Übernahmen und Börsengänge und auch als Investmentbanker mit einigen Jahren Berufserfahrung hat man nicht immer zwingend alle relevanten Stellen des deutschen Kapitalmarktrechts vor Augen. Diese juristische Fundierung der Berufspraxis und die strukturierte Aufarbeitung der wesentlichen Aspekte unter dem deutschen Recht waren nicht nur inhaltlich spannend, sondern sind auch im Berufsalltag eine sehr hilfreiche und effektive Bereicherung.

Was interessiert Sie an den beruflichen Herausforderungen einer M&A Tätigkeit?

Das ebenso Schöne wie auch manchmal Unbequeme an einer Tätigkeit im Bereich Mergers & Acquisitions lässt sich in einer zentralen Aussage konzentrieren: Es gibt keine Transaktion die so ist wie die letzte und Sie wissen niemals, was bei einem neuen Deal auf Sie zukommen wird.

Für Außenstehende wirken M&A-Transaktionen oftmals sehr standardisiert. Wer in dem Berufsfeld arbeitet, weiß dagegen aus eigener Erfahrung, wie vielschichtig und divers Transaktionen sein können. Zum einen gibt es neben den klassischen M&A-Transaktionen in der Rolle als Sellside- oder Buyside-Berater natürlich einen viel tieferen und breiter gefächerten Beratungsbedarf, so zum Beispiel Börsengänge oder Defence-Situationen und zum anderen ist jeder Kunde, jedes Deal-Team und jeder Prozess jedes Mal anders gelagert und es gibt buchstäblich keine Limitierung dessen, was der Kunde fragen kann oder an Hilfestellung benötigt.

Das macht den Job natürlich nicht immer einfach, denn oft muss man in dieser Konstellation unter hohem Zeitdruck eine Analyse für eine unbekannte Thematik erarbeiten, auf der anderen Seite macht aber genau dies die Tätigkeit im M&A so interessant und faszinierend und gewährleistet, dass der Job jedes Jahr aufs Neue wieder Spaß macht.

Bei jeder Transaktion lernt man Neues, das eigene Spektrum an Erfahrungen vertieft sich und man gewinnt Erfahrungswerte, die man nicht einfach in Büchern nachlesen kann und damit auch nur schwer zu replizieren sind. Auf der anderen Seite ist der Job sehr kurzweilig gerade da er so abwechslungsreich ist. Ich habe in meinem Berufsleben durchaus in Rollen gearbeitet, die sehr operativ und sehr repetitiv sind und somit schnell auch zu einem Gefühl von Langeweile führen können, von daher weiß ich die Vorzüge meiner jetzigen Tätigkeit besonders zu schätzen. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt, das gilt auch für die M&A-Branche, aber wenn man den Vergleich zu anderen Branchen und Tätigkeiten kennt, ist man meiner Stelle doch sehr dankbar für viele positive Aspekte in diesem Berufsbild.

Wie würden Sie den bisherigen Verlauf Ihrer Karriere charakterisieren?

Meine Karriere ist in erster Instanz stets auf das Banking fokussiert gewesen und war dennoch eher bunt und vielschichtig. Anders als die meisten Investmentbanker hat meine berufliche Laufbahn nicht nach dem ersten Hochschulabschluss begonnen, sondern ich habe nach dem Abitur 2005 mit einer normalen Bankausbildung bei einer Sparkasse begonnen. Mein Berufsstart entfiel damit in eine Lebensphase, als ich mir unter den Stichworten „M&A“ oder „Investmentbanking“ noch gar nichts vorstellen konnte.

Ich bin dann sozusagen den „langen“ Weg gegangen von der Arbeit als Kassierer im ersten Ausbildungsjahr bis hin zu meiner jetzigen Tätigkeit als Investmentbanker. In den etwa zwölf Jahren, die seitdem vergangen sind, stand ich jedoch dank des berufsintegrierten Studiums an der Frankfurt School nach meiner Banklehre mit Ausnahme von zwei Studienaufenthalten in den USA und in England stets im Berufsleben. Insbesondere während meiner Ausbildungs- und Studienzeit habe ich so zahlreiche Funktionen im klassischen Bankgeschäft durchlaufen, so unter anderem Stellen als Privatkundenberater, Vertriebsassistent, Produktmanager, Geldmarkt- und Devisenhändler in der Treasury und schließlich Investmentbanker.

Insofern war dies kein geradliniger Weg und lange Zeit war ich darauf fokussiert, im Handelsbereich oder in der Entwicklung strukturierter Produkte unterzukommen und habe entsprechend stets einen finanzmathematischen Schwerpunkt im Studium verfolgt. Die Lehman-Pleite und die Finanzkrise von 2008 haben dann aber auch meine Berufsperspektiven geändert und aufgrund meines Interesses an einer mehr projektgetriebenen Tätigkeit habe ich gegen Ende meines Bachelor-Studiums schließlich noch mal eine Zwischenstation als Praktikant bei Rothschild im Investmentbanking eingelegt, was schließlich meinen weiteren Werdegang geprägt hat.

Insofern reflektiert meine Karriere im Banking eine relativ breites Feld voller Erprobungen und Erfahrungen in verschiedensten Rollen, bei denen ich sehr viel über die Funktion von Banken als Ganzes mit all ihren Einheiten und Teilbereichen gelernt habe und an dessen Ende ich in einem Beruf gelandet bin, von dem ich einerseits sagen kann, dass es definitiv mein Wunschberuf ist, der entsprechend viel Spaß macht und auf der anderen Seite für mich auch reflektiert, dass ich zumindest vom heutigen Stand ausgehend auch alle meine beruflichen Zielsetzungen habe realisieren können.

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