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Christine Teusen-Krapp (43) hat im Jahr 2000 ihren Diplom-Betriebswirt an der Frankfurt School of Finance & Management absolviert. Nach kurzer Tätigkeit im Corporate Finance einer kleinen Investmentbank stellte sie nach dem Studium sehr schnell fest, dass die Bank nicht der Bereich ist, in dem sie die nächsten 40 Jahre arbeiten möchte. Obwohl Christine Teusen-Krapp durch und durch Finanzerin ist, fehlte ihr der konkrete Bezug zu greifbaren Produkten. Um zunächst die Finanzbasics in der Praxis zu erlernen, stieg sie 2001 bei Deloitte in der internationalen Industrieprüfung ein. Nach einer weiteren Station startete sie im Mai 2007 bei Opel als Teamleiterin Reporting im Accounting. 

Heute ist Christine Teusen-Krapp seit fast 10 Jahren bei Opel. Dies war für sie definitiv der beste Schritt, den sie für ihre Karriere machen konnte. Schnell übernahm sie die Verantwortung fürs Accounting der Adam Opel AG und hatte in dieser Funktion mit vielen allgemeinen Finanzthemen eines Automobilunternehmens zu tun, die weit über das reine Accounting hinausgehen.

Dazu gehörten auch die kritischen Themen, die Opel im Rahmen der Krise 2009 dazu gezwungen haben, Staatsmittel zu beantragen. So war sie unter anderem mit dem damaligen CFO im Bürgschaftsausschuss der Bundesregierung. 

Da sich Christine Teusen-Krapp eher als Finanz-Generalist denn als Accounting-Spezialist sieht, wollte sie auch andere Funktionen im Finanzbereich bei Opel kennenlernen und verantworten. Nach Stationen im europäischen Pricing und der Verantwortung des Pricing für den deutschen Markt ist sie derzeit als Manager Auto Finance im Treasury zuständig für alle Auto Finance Themen (Händler- und Endkundenfinanzierung) in Europa, im Wesentlichen die Integration der Captive Bank GM Financial. Christine Teusen-Krapp ist verheiratet und hat eine knapp vierjährige Tochter. 

Inwiefern hat Sie das Studium auf die Anforderungen Ihrer bisherigen und aktuellen Tätigkeit vorbereitet? Was war besonders nützlich?

Das Studium hat mir die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vermittelt, die ich in allen meinen bisherigen Positionen benötigt habe. Aber nicht nur die fachliche Seite ist hier von Bedeutung. Die Personalverantwortung von mehr als 30 Mitarbeitern erfordert weitere Qualifikationen, die ich mir über vorige Karriereschritte erarbeiten konnte. Somit kann ich bestätigen, dass mir hier insbesondere die theoretischen, aber auch die praktischen Kenntnisse aus dem Hauptfach Unternehmenskultur & Personalführung sehr weitergeholfen haben (auch wenn ich zugebe, dass dies sicherlich nicht mein Lieblingsfach im Studium war). So saß ich schon in einigen Führungstrainings meines Arbeitsgebers und dachte mir: „Das hast du alles schon mal irgendwie gehört.“

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Das berufsintegrierte Studium hat mich gelehrt, strukturiert Aufgaben anzugehen, zu priorisieren und lösungsorientiert zu handeln. Dies habe ich als großen Vorteil gegenüber anderen Studiengängen kennengelernt, diese Erfahrung hat meine Karriere definitiv sehr positiv beeinflusst. Deshalb würde ich ein solches Studienkonzept jedem empfehlen, der sich diese Doppelbelastung zutraut.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Ich glaube es wäre gelogen, wenn ich jetzt nicht „die Partys“ sagen würde. Mindestens genauso wichtig finde ich jedoch die tolle Atmosphäre zwischen den Studierenden, aber auch das Verhältnis zu den Professoren. Ein Ereignis, das mich echt beeindruckt hat, war die Begegnung mit einem Professor, der mich nach dem Auslandssemester im Vorbeilaufen auf der Treppe mit Namen angesprochen hat – obwohl ich ihn vorher nur ein Semester als Dozent hatte! Dazu muss man sagen: natürlich war die Hochschule damals noch kleiner. Weiterhin darf ich heute noch einige Kommilitonen zu meinen engsten Freunden zählen.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was denken Sie können Alumni für ihre Hochschule tun?

Alumni sind Repräsentanten der Hochschule nach außen. Somit können sie sicherlich im professionellen Umfeld zum Image einer Hochschule beitragen. 
Neben meinem eigentlichen Job bin ich auch viel mit dem Rekruiting im Finanzbereich beschäftigt. So versuche ich zum Beispiel derzeit die Zusammenarbeit zwischen Opel und der Frankfurt School auszubauen. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren einige Absolventen der Frankfurt School rekrutieren können, die somit auch in der Industrie dafür sorgen, das positive Image der Frankfurt School weiter zu steigern.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Kämpfe um das, was dich weiter bringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst. Und trenne dich von dem, was dich runterzieht.

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