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Frankfurt am Main, 12.05.2015 12:00:00

Deutsche-Bank-Vorstand Rainer Neske ermuntert zu Optimismus!

Frankfurt am Main.

900 Gäste hatten am vergangenen Freitag, 8. Mai 2015, den Weg in die Frankfurter Paulskirche gefunden um die Absolventinnen und Absolventen der Frankfurt School of Finance & Management zu verabschieden und zu feiern. Rainer Neske, Vorsitzender des Stiftungsrates der Frankfurt School of Finance & Management Stiftung und Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG, hielt die Laudatio. Auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann gratulierte den Absolventen. Die studentische Initiative FS Music begleitete die Feier.

Gut gelaunt und voller Freude begrüßte Professor Dr. Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School, die Absolventinnen und Absolventen, ihre Eltern, Lebenspartner und Freunde. Er bekannte, dass er in seiner Amtszeit schon viele Akademische Feiern erlebt habe – aber es sei immer ein besonderes Erlebnis, Absolventen zu verabschieden, ihre Eltern wieder zu treffen und gemeinsam den Studienabschluss zu feiern.

OB Peter Feldmann: Die Frankfurt School leistet Großes für die Stadt

Professor Steffens übergab das Wort an Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main. Dieser stellte die Bedeutung der Frankfurt School für die Stadt heraus; hier würden nicht nur junge Talente ausgebildet, die die Unternehmen in Frankfurt und der Region suchten. Mehr noch, Oberbürgermeister Feldmann betonte, dass die Frankfurt School ein Ort sei, an dem man sich brennenden Herausforderungen widme. Exemplarisch erwähnte er das Engagement an der Université Protestante au Congo oder die Diskussionen mit Vertretern der Blockupy-Bewegung. Er bat die Absolventen, Frankfurt treu zu bleiben und sich für die Mainmetropole zu engagieren.

Rainer Neske: Internationale Reputation und Forschungskraft stärken einzelnen Abschluss

Anschließend hielt Rainer Neske, Vorsitzender des Stiftungsrates der Frankfurt School of Finance & Management Stiftung und Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG, die Laudatio. Er gratulierte den Absolventen zu ihrer Leistung! Auch ließ Rainer Neske die Entwicklung der Frankfurt School Revue passieren und stellte ihre internationale Reputation sowie ihre Forschungskraft heraus, wodurch der Wert der Abschlüsse steige. Er dankte den Eltern der Absolventen dafür, dass sie der FS ihre Kinder anvertraut und sie während des Studiums unterstützt hätten. Auch sie könnten stolz auf die Leistungen ihrer Kinder sein.

„Geschichte ist unkalkulierbar und eröffnet Chancen“!

Rainer Neske rückte den Tag der Akademischen Feier in die Zeitläufte. Als er selber im Jahr 1990 sein Studium in Karlsruhe beendete, fiel die Berliner Mauer, der Kalte Krieg war zu Ende und es kam zur Wiedervereinigung. Er erinnerte daran, dass die Welt auf dem Kopf gestanden hätte: „Wir haben damals erlebt, wie unkalkulierbar Geschichte ist. Und wir haben erlebt, dass in dieser Unkalkulierbarkeit auch eine immense positive Kraft liegen kann.“ Heute stünde man ganz anderen Herausforderungen gegenüber, etwa den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise oder einem abgekühlten transatlantischen Verhältnis.

Rainer Neske ermunterte die Absolventen, Anliegen, die sich aus diesen großen Entwicklungen ergeben, anzugehen. Eine davon sei, dass viele Menschen „das Gefühl haben, dass es in unserer Gesellschaft nicht mehr gerecht zugeht. Trotz großen Wohlstands ist die Hälfte der Deutschen laut Umfragen mit unserer Wirtschaftsordnung unzufrieden und fordert, sie müsse grundlegend geändert werden“, so Rainer Neske, der die Absolventen daran erinnerte, dass sie als zukünftige Führungskräfte ab sofort zu einer gesellschaftlichen Elite zählten, die sich diesen Entwicklungen widmen müsse.

Er skizzierte den Absolventen auch Chancen für ihre persönlichen Entwicklungen und Karrieren. Die Digitalisierung stelle die Geschäftsmodelle ganzer Branchen infrage, sie revolutioniere Produktionen, verändere Wertschöpfungsketten, greife tief in unser Leben ein und eröffne nicht zuletzt neue Möglichkeiten, mit seinen individuellen Fähigkeiten Werte und Arbeitsplätze zu schaffen und Geld zu verdienen. „Gut, dass Sie heute Ihre Abschlusszeugnisse erhalten“, rief Rainer Neske den Absolventen zu. „Wir brauchen Sie!“

Was Führungskräfte brauchen: Umfassende Bildung, persönlichen Ausgleich, Optimismus, Solidarität

Rainer Neske beendete seine Rede mit persönlichen Ratschlägen. Er ermunterte zu Optimismus und einem gesunden Misstrauen dem Zeitgeist gegenüber. So solle man sich beispielsweise eine persönliche Fragekultur erhalten. Man solle den Mut, Fehler zu machen sowie Nein zu sagen, bewahren. Er empfahl auch: „Erweitern Sie stetig den eigenen geistigen Horizont! Suchen Sie einen Ausgleich zum Beruf, der Sie tief ausfüllt – sei es beim Sport, in der Musik, Literatur, Philosophie oder Kunst und natürlich im Freundeskreis und in der Familie.“ Rainer Neske zeigte sich überzeugt, dass gute Führungskräfte mehr beherrschen müssten als nur das Handwerkszeug ihrer Profession. Sie benötigten neben einer umfassenden Bildung auch einen ethischen Kompass, der sie leite. Auch müssten sie fähig sein, Brücken zu anderen Disziplinen zu bauen und zu nutzen. Sie müssten Diskurse über die eigene Lebenswelt hinaus führen können. Die Fähigkeit, diesen interdisziplinären, nicht immer einfachen Austausch anzustoßen, aufzunehmen, zu führen, sei ein äußerst dringendes Gebot unserer Zeit – denn nur so ließen sich die großen, brennenden Herausforderungen angehen.

Für Rainer Neske sind Eliten in allen Bereichen der Gesellschaft entscheidend, um Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. Die Absolventen seien nun Teil einer solchen Elite – was sie verpflichte, „alle andere Menschen mit Respekt und Anstand, einfach einwandfrei, zu behandeln.“ Denn „Leistung“ hieße auch, so Neske, Schwächere mitzunehmen, sich für sie verantwortlich zu fühlen und sie einzubinden. Teil einer Elite zu sein, bedeute, damit verantwortungsvoll umzugehen und sich den Blick für Menschen zu bewahren, denen es weniger gut gehe.

Zum Abschluss wiederholte Rainer Neske seine Glückwunsche und betonte einmal mehr, dass den Absolventinnen und Absolventen gute Perspektiven offen stunden. Er bat die Absolventen und ihre Eltern mit der Frankfurt School in Kontakt zu bleiben. Die FS lebe vor allem von der Verbundenheit derjenigen, die ihren Bachelor oder Master bereits erhalten hätten.

Im Anschluss übergab Professor Dr. Udo Steffens in Vertretung für Dr. Jürgen Ziebe, Geschäftsführer des Bankenverbandes Hessen, e.V., die Förderpreise der Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute (IFK), an die Jahrgangsbesten; sie hatten alle den Bachelor-Studiengang Management, Philosophy & Economics absolviert.

Gemeinsam mit Professor Dr. Michael H. Grote, Vizepräsident für Akademische Angelegenheiten, übergab FS-Präsident Professor Dr. Udo Steffens die Abschlussurkunden.

Gäste aus Kinshasa

Besonders herzlich begrüßt wurden die Absolventen des Executive MBA der CAEBS (Central Africa Europe Business School), eine Business School, die die Frankfurt School gemeinsam mit ihrer Partneruniversität in Kinshasa, der Université Protestante au Congo (UPC), in der kongolesischen Hauptstadt betreibt.

Tief bewegt schilderte Professor Dr. Patrick Bakengela Shamba, Professor für HR Management und Strategie an der UPC und Direktor der CAEBS welche essentielle Bedeutung der EMBA für die Studierende habe. Er skizzierte die immensen Schwierigkeiten in seinem Land und betonte die Bedeutung von Bildung für die persönliche, die gesellschaftliche sowie die ökonomische Entwicklung.

“Essays on the Political Economy of Federalism in Autocracies” lautete das Promotionsthema von André Schultz. Sein Doktorvater Professor Dr. Hartmut Kliemt, Professor für Philosophie und Ökonomik, stellte ihn persönlich und sein Thema vor.

Vizepräsident und Geschäftsführer Ingolf Jungmann überreichte die Professor Dr. Karl-Friedrich Hagenmüller Preise, die die Stiftung, die der Gründer der Frankfurt School, Professor Dr. Karl-Friedrich Hagenmüller ins Leben gerufen hatte, in jedem Jahr für die besten Absolventen der Weiterbildungsstudiengänge der Frankfurt School auslobt. Stefan Dietchen als bester Absolvent des Management-Studiengangs sowie Theresa Hannapel und Kevin Mauer als beste Absolventen des Bankbetriebswirt-Studiengangs waren die Preisträger.

Zwei Absolventen, Lisa Bleitner, die den MBA in International Healthcare Management abgeschlossen hatte, und Paul Roman Bose, Bachelor-Absolvent Management, Philosophy & Economics, ließen Höhen und Tiefen des Studiums Revue passieren und dankten dem gesamten Team der FS für Unterstützung und Begleitung.

Bei einem Empfang in der Wandelhalle klang die Akademische Feier aus.
 

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