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Frankfurt am Main, 13.03.2015 12:00:00

Über hundert Studierende, Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Finanzen, Recht und Wirtschaft sowie Mitglieder der italienischen Community und viele interessierte Bürger waren am Donnerstag, 12. März 2015, an die Frankfurt School of Finance & Management gekommen, um den Gastvortrag des italienischen Justizministers Andrea Orlando zu hören. Professor Dr. Christoph Schalast, Professor für Mergers & Acquisitions, Wirtschaftsrecht und Europarecht an der Frankfurt School, begrüßte den Minister an der Business School und zeigte sich erfreut über die einmalige Möglichkeit, die bereits begonnenen und noch anstehenden Reformen im italienischen Justizwesen vom zuständigen Minister persönlich erläutert zu bekommen. Nach Einführungen des italienischen Botschafters in Deutschland, Pietro Benassi, und Professor Dr. Emanuele Gatti, Präsident der italienischen Handelskammer für Deutschland, die den Vortrag mitorganisiert hatte, ergriff der Minister das Wort.

Andrea Orlando betonte zunächst die große Bedeutung der angestoßenen Reformen im italienischen Zivilrecht für die nationale Wirtschaft, aber auch für die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Italien. Hauptaufgabe sei die Förderung des Wirtschaftswachstums in Italien. Ein Ziel der Reform sei es, den großen Rückstand bei Zivilverfahren abzubauen, dafür sollten unter anderem die Anzahl der Verfahren verringert und durch spezialisierte Gerichte schnellere und wirksame Urteile gefällt werden. „Unternehmensgerichte“, konzentrierten sich nun zum Beispiel auf Streitfragen zum Verbraucherschutz, bei Ausschreibungen oder zum Markenrecht.

Die Reform wirke sich positiv für ausländische Inverstoren und Unternehmen aus; so würden Investitionen zukünftig besser geschützt. Auch in seinem eigenen Ministerium seien durch die Reform Arbeitsprozesse verschlankt und die Ausgaben gesenkt worden. Mit diesen Maßnahmen trage Italien seinen Teil dazu bei, Europa wieder nach vorne zu bringen.

Im Anschluss beantwortete der Justizminister zahlreiche Fragen der Teilnehmer. Auch die Studierenden der Frankfurt School nutzen die Gelegenheit. Sie fragten beispielsweise nach der Förderung von jungen Menschen oder dem Abbau der Bürokratie bei der Gründung von Start-ups in Italien.

Auch beim folgenden Get-Together wurden weitere Diskussionen angestoßen und Netzwerke vertieft.

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