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Frankfurt School, Raum 10, 05.11.2009 12:00:00

Referent:
Prof. Dr. Matthias Schmieder, Institut für Produktion der Fachhochschule Köln

Abstract:
Ähnlich wie in der Automobil- und Elektroindustrie führen auch Finanzdienstleister Prozesse in großen Mengen durch. Nahezu alle Planungswerkzeuge, die heute in der betriebswirtschaftlichen Unternehmensplanung verwendet werden, haben ihren Ursprung in der Produktionsplanung und -steuerung. Inzwischen hat die Prozessorientierung auch Einzug in die indirekten Bereiche der Industrieunternehmen gehalten. Sind die Prozesse von Banken mit denen von Produktionsunternehmen vergleichbar? Lässt sich der Erfahrungskurveneffekt in der Produktion auch auf Prozesse einer Bank übertragen? Die Bearbeitungskapazität von Krediten ist in der Regel durch die Arbeitsorganisation und das Arbeitsrecht im Zeitablauf - mit Ausnahme der Urlaubszeit - relativ konstant. Die Nachfrage nach Krediten schwankt - vergleichbar mit der Nachfrage nach Produkten in der Industrie - im Zeitablauf. Dienstleistungen – wie Kreditbearbeitung und -vergabe können nicht auf Vorrat durchgeführt werden. Lassen sich die Produktionssysteme der Automobil- oder Elektronikindustrie auf Bankaktivitäten, wie Kreditbearbeitung übertragen und damit ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage nach Kreditbearbeitungskapazität herstellen? Gilt dies auch für die Möglichkeit des Outsourcing? Wie sieht die Übertragung dieser Konzepte konkret bei der Vergabe von Konsumentenkrediten aus? Schlagworte wie „Industrialisierung der Finanzdienstleister“, „Kreditfabrik“ und „Bankfabrik“ machen die Runde, die von den Referenten näher beleuchtet werden.