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Christian Hassel ist 26 Jahre alt und wurde zum 01. Mai 2013 als jüngstes Mitglied in der Historie der Commerzbank AG in die Geschäftsleitung der Commerzbank in Berlin berufen. Im Jahr 2012 schloss er sein Studium im Executive Master of Business Administration (EMBA) an der Frankfurt School of Finance & Management als jüngster Absolvent des Studiengangs ab. Vorher absolvierte er das Bankfachwirt-, Bankbetriebswirt- und Management-Studium an der Frankfurt School in Koblenz und Frankfurt. Hier erzählt er von seinem Wunsch Bankdirektor zu werden und seinem bisherigen beruflichen Weg.

„Irgendwann werde ich Bankdirektor“ - Dieses Versprechen haben Sie Ihrem Großvater gegeben und nun eingelöst. Wussten Sie schon immer, dass das Bankengeschäft der richtige Karriereweg für Sie ist?

Als ich damals mit dem Bankfachwirtstudium anfing, habe ich dies im Scherz tatsächlich zu meinem Großvater gesagt. Während des Studiums habe ich dann festgestellt, dass das Bankwesen und die Finanzwelt insgesamt, genau das Richtige für mich ist. Im Laufe meines Karrierewegs hatte ich das Glück verschiedene Bereiche der Finanzwelt kennenzulernen und entwickelte eine besonders hohe Affinität zum Wertpapiergeschäft. In meiner jetzigen Position kann ich mich wieder neuen Herausforderungen im Banken- und Finanzsektor stellen.

Wie schafft man es parallel zum Beruf ein Studium zu absolvieren?

Es ist anstrengend, das gebe ich zu. Doch seit meiner Ausbildung war ich es gewohnt unter der Woche zu arbeiten und am Wochenende zu studieren. Wenn man Spaß am Studium und an seinem Job hat, ist es gut kombinierbar. Und mein Studium an der Frankfurt School hat sehr viel Spaß gemacht: Die Inhalte waren extrem spannend und ich konnte die Theorie oftmals am nächsten Tag sofort bei der Arbeit in die Praxis umsetzen.

Inwiefern hat Sie das Studium auf die Anforderungen Ihrer Tätigkeit in der Geschäftsleitung bei der Commerzbank in Berlin vorbereiten?

Das EMBA-Studium hat mich bestens auf meine jetzige Position vorbereitet. Dies ist sicherlich auf die „Case-Study-orientierten“ Lernmethoden des Studiums zurückzuführen, die sich an ganz konkreten Praxisfällen orientierten. Über diese haben wir dann mit Kommilitoninnen und Kommilitonen intensiv diskutiert. So lernten wir zunächst den Umgang mit Managementtheorien- und Strategien und konnten deren Erkenntnisse und Ansätze dann auf sehr hohem Niveau konstruktiv mit komplizierten und praxisrelevanten Fragestellungen abgleichen. Dies führte zu interessanten, kritischen und lebhaften Diskussionen – also genau das, was ein EMBA-Studium meiner Meinung nach ausmacht. Es war ein hartes, aber gutes Training für den praktischen Führungsalltag. Insgesamt ist das EMBA-Studium eine gute Vorbereitung für junge Manager wie mich und sicher auch eine sinnvolle Ergänzung für erfahrene Führungspersönlichkeiten. Gerade diese Heterogenität der Gruppe schafft einen Mehrwert für alle Studenten und bildet die Grundlage für ein wertvolles Netzwerk – auch über die Studienzeit hinaus.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie?

Definitiv eine sehr große. Ich habe fünf Jahre lang den Großteil meiner Freizeit hier verbracht. Es sind dabei viele Freundschaften entstanden, dich ich heute noch pflege und schätze. Die Zeit hat mich sehr geprägt und ich schaue mit einer großen Portion Wehmut auf mein Studium hier in Frankfurt zurück. Ich weiß, dass ich der Frankfurt School sehr dankbar sein muss. Ohne meine Ausbildung hier wäre meine Karriere nicht in dem Tempo vorangeschritten.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Gerade die Arbeit in kleinen Gruppen hat besonders viel Spaß gemacht. Auch der enge und lockere Kontakt zwischen Professoren und Studierenden ist bezeichnend für die Frankfurt School. Das absolute Highlight war aber sicherlich das Auslandsmodul, das ich an der CEIBS in Shanghai absolviert habe. In einer gigantischen und pulsierenden Stadt mit Kommilitonen aus verschiedenen Branchen und Ländern zu studieren, war eine unglaubliche Erfahrung die ich nicht missen möchte.

Welche Bedeutung haben Alumni für Ihre Hochschule? Was denken Sie können Alumni für Ihre Hochschule tun?

Alumni sind für eine Hochschule extrem wichtig. Sie sind gleichzeitig das Produkt und Aushängeschild einer Universität. Außerdem sollten Alumni sich immer vor Augen halten, was sie der Hochschule verdanken und versuchen das an sie zurückgeben. Im Vergleich mit Universitäten in den Staaten, England oder China gibt es diesbezüglich in Deutschland sicherlich noch Nachholbedarf. Ich glaube aber, dass die Frankfurt School hierzulande – wie auch in vielen anderen Punkten – einen Spitzenplatz einnimmt.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Da fällt mir spontan ein Zitat von Christian Morgenstern ein: „So flieht die Zeit, die Beute Augenblick in ihren Fängen“. Wir leben in einer rasanten und sich schnell verändernden Welt. Deshalb versuche ich jeden Tag das Beste zu geben, arbeite hart, aber ich nehme mir auch bewusst Zeit etwas zu genießen und zu erleben.

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