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Andreas Lohmüller ist 36 Jahre alt und arbeitet bei der Lloyds Bank Commercial Banking im Bereich Credit Distribution for Germany & Austria in London. Im Jahr 2007 schloss er sein Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre an der Frankfurt School of Finance & Management ab. Er studierte berufsintegriert, hatte bereits eine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen, so dass er parallel zum FS-Studium arbeiten und relevante Berufserfahrungen sammeln konnte. Außerdem verbrachte er ein Auslandssemester in Santa Barabara, Kalifornien.

Sie haben an der Frankfurt School ein duales Studium absolviert. Wie haben Sie es gestaltet?

Erst im fortgeschrittenen Alter von 26 Jahren habe ich mich dazu durchgerungen zu studieren. Die Entscheidung ist mir leicht gefallen, auch wenn mein Umfeld sie nicht verstehen konnte: Studium! Mit 26! Ein sicheres Gehalt aufzugeben, erschien ihnen waghalsig, denn mein Arbeitgeber wollte mich beim berufsintegrierten Studium nicht unterstützen. Das war im Mai 2003, im September fing das Studium an. Professor Steffens hat mich sehr unterstützt und der Förderverein hat meine Studiengebühren vorgestreckt. Zuerst war ich Praktikant bei T-Online, dann Aktien-Analyst bei Independent Research. Im dritten und vierten Semester ergab sich die tolle Chance, bei JP Morgan im Asset Management zu arbeiten. JP Morgan schickte mich auch für ein Praktikum nach London in den Securities-Bereich. Zum Auslandssemester ging ich an die University of California Santa Barbara – eine tolle Zeit, in der ich den Amercian Way of Life kennenlernte und genießen konnte. Dann standen noch zwei Semester in Frankfurt an. Wieder konnte ich spannende Berufserfahrungen sammeln und ein neues Unternehmen kennenlernen: Sechs Monate war ich Praktikant für Equity Options bei Goldman Sachs. In dieser Zeit hat mein Studium etwas gelitten, weil es eine Vollzeitstelle war. Aber die Uni und gute Freunde, vor allem Peter Peterburs, standen mir zur Seite. So konnte ich das Studium erfolgreich beenden.

Wie verlief Ihr weiterer Karriereweg?

Im Januar 2007 fing ich im Bereich Credit Sales bei Goldman Sachs an. Mit meinem ersten Bonus konnte ich der FS die Studiengebühren zurückzahlen. Mein Berufsstart war also durchaus erfolgreich. Zwei Jahre später orientierte ich mich neu. Nach einem kurzen Gastspiel bei Knight Libertas habe ich eine neue Herausforderung in London angenommen und maßgeblich zum Aufbau des Credit Business in Deutschland für Lloyds Bank beigetragen.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Zu meinen Kunden gehören heute große Investmentfonds sowie Versicherungen. Hierfür hat mich das duale Studium optimal vorbereitet. Ich habe viele Häuser im In- und Ausland kennengelernt und konnte Fragen und Eindrücke in den Lehrveranstaltungen einbringen. Die Professoren legen Wert auf Praxisbezug und kennen sich wirklich aus. Sie haben uns ermutigt, von eigenen Erfahrungen zu berichten und haben uns damit auch unterstützt, den eigenen Weg zu gehen. Insgesamt war das Studium, besser gesagt, die Kombination aus Studium und Praxis, eine wertvolle Schule für meine Laufbahn und mein Leben. Ich schaue mit Freude auf meine Studienzeit zurück, vor allem auf das Auslandssemester in Santa Barbara. Außerdem verbindet mich eine ganz besondere Erinnerung mit der Frankfurt School. Dort habe ich meine Frau kennengelernt.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was – denken Sie – können Alumni für ihre Hochschule tun?

Jeder, der sich über Hochschulen informiert, schaut auf die Stärke und Tragfähigkeit des Alumni-Netzwerkes. Es ist maßgeblich bei der Entscheidung für oder gegen eine Universität. Ranking-Positionen spielen auch eine zentrale Rolle, aber die Netzwerke und Erfolge ehemaliger Studenten sind ebenfalls wichtig. Hier kann man sich austauschen, Rat holen, Kontakte knüpfen. Alumni können ihrer Hochschule und den jungen Studenten mit Rat und Tat zur Seite stehen – und sie sollten sich auch finanziell engagieren, wenn sie der Meinung sind, dass sich das Studium für sie gelohnt hat. Bei mir ist das der Fall. Ich freue mich wirklich über die tolle Entwicklung der FS und habe mich gerne finanziell am Campusausbau beteiligt. Jetzt ist mein Name im Fenster eingraviert. Das finde ich einfach Klasse.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Don’t scratch like a chicken, fly like an eagle!

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