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2006 machte Arne Borkowski seinen Abschluss als „diplomierter Bankbetriebswirt“ an der Frankfurt School of Finance & Management. Heute arbeitet er als Senior Sales Executive bei BNP Paribas in Frankfurt am Main.

Herr Borkowski, wie würden Sie sich selbst in wenigen Worten beschreiben?

Als gebürtiger Hamburger Jung lebe ich heute in Hessen ca. 25 Kilometer vor den Toren Frankfurts. Dort lebe ich seit August 2007 mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen (12 und 15 Jahre). Und wenn es meine Zeit erlaubt, dann fahre ich auch sehr gerne einmal mein Motorrad.

Meine Interessen erstrecken sich vom Schachspielen bis zu ethisch-philosophische Diskussionen über „Gott und die Welt“. Dabei lege ich gerne Wert auf eigene und argumentativ stark unterlegte Meinungen meiner Gesprächspartner. Und ich wüsste auch nur zu gerne „was die Welt im Innersten zusammenhält“.

Sind Sie da schon zu einer Antwort gekommen?

Leider nein. Aber dieser innere Antrieb hat mich früh zum Autodidakten werden lassen und so manches Buch, das ich gelesen habe verursacht bei meinen Freunden und Bekannte nicht selten ein Kopfschütteln: „So etwas liest Du in Deiner Freizeit?“ Hier finden sich nicht nur Fachthemen, die ich im beruflichen Kontext brauchte wie Mathematik/Statistik, Treasury Management, Corporate Finance, Investment Banking etc., sondern auch Texte wie Goethes Faust, Kants Kritiken, Literatur zur Gehirnforschung sowie Stephen Hawkings kurze Geschichte der Zeit.

Wie ist Ihr Karriereweg nach dem Abschluss an der Frankfurt School verlaufen?

Noch während des Studiumd bin ich als Referatsleiter in die Zentrale der Dresdner Bank AG gewechselt. Dies war mit einer 18 monatigen Zeit des Pendelns zwischen meiner Heimat Hamburg und meine neuen Arbeitsstätte Frankfurt am Main verbunden. In 2007 übernahm ich im Rahmen der Integration eines Teils des Corporate Banking der Dresdner Bank in die Dresdner Kleinwort Investment Bank (DKIB) zunächst die Leitung des Sales Management und später zusätzlich die Leitung des Product Management im neuen DKIB Fachbereich Global Cash Management. Dort wirkte ich ebenfalls als Stellvertreter des Bereichsleiters Global Cash Management.

Im Rahmen des Zusammengehens von Dresdner Bank und Commerzbank übernahm ich dann die Funktion des International Head Cash Management & International Business.

2010 habe ich die Commerzbank verlassen und die Herausforderung zum Aufbau einer Vertriebseinheit Public Sector Sales für Citigroup Global Markets Deutschland angenommen. Ende 2012 zeichnete sich aber ab, dass dies keine Zukunft haben würde und ich wechselte daher in meine aktuelle Funktion zur BNP Paribas Gruppe in Frankfurt. Zukünftig strebe ich wieder eine Führungsaufgabe an.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Frankfurt School auf die Anforderungen in Ihrer heutigen Position als Senior Cash Management Sales Executive vorbereitet?

Für meine derzeitige Rolle war das Studium nicht unmittelbar vorbereitend, allerdings hat mich mein Werdegang seither einen immer breiteren Horizont erfahren lassen. Die strategische Ausbildung war für die bisherigen Funktionen als Führungskraft in Zentrale und internationalem Vertrieb sehr wertvoll. Ganzheitliches Denken und vernetztes Agieren sind hingegen auch in meiner aktuellen Rolle sehr wichtig.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Rückblickend betrachtet war die Zeit wirklich spannend und außerordentlich lehrreich. Ich meine, dass ich schon immer eher „ganzheitlich“ gedacht habe. Allerdings habe ich durch das Studium einen Feinschliff des methodische Rüstzeugs erhalten.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Der Austausch mit anderen Studenten mit sehr unterschiedlichen fachlichen Hintergründen und teils nicht unerheblichen Erfahrungshorizonten war etwas ganz Besonderes. Und die Erarbeitung einer gemeinsamen Studienarbeit – nicht immer nur einfach zu koordinieren – war im Ergebnis beeindruckend. Nicht zuletzt, weil unsere Studienarbeit sehr gut bewertet wurde, wenn ich das anmerken darf.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was denken Sie können Alumni für ihre Hochschule tun?

Alumni halte ich für sehr wertvoll. Sie sichern den Erhalt und die Weitergabe der hoffentlich vielen positiven Erfahrungen und Kontakte. Und wenn Alumni sich zum Beispiel als Mentoren zur Verfügung stellen, dann lassen sich Erfahrungen und vielleicht auch einige Lebensweisheiten unmittelbar weitergeben.

Sie stellen sich ebenfalls als Mentor für die Studierenden der FS zur Verfügung?

Das ist richtig. Ich bin nunmehr auch im zweiten Jahr sehr gerne als Mentor an der Frankfurt School tätig. In meiner Freizeit befasse ich mich generell gerne mit der Begleitung von lernbereiten jungen Menschen, deren aktuelle schulische Laufbahn etwas holprig verläuft. Bei meinen eigenen Kindern gelte ich dabei als weniger geduldig. Dafür habe ich allerdings bis heute keine gute Erklärung.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Genau genommen habe ich drei gelebte Motti:

1) Etwas nicht zu können ist nicht meist das Problem, sondern es nicht wollen!
2) Du lernst niemals aus!
3) Sei Dir selbst treu!

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