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Johanna Brühl schloss 2000 den ausbildungsintegrierten Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der Frankfurt School of Finance & Management ab. Während und nach dem Studium arbeitete sie bei Bayerischen Hypotheken-und Wechselbank (später HypoVereinsbank). 2002 folgte der Wechsel zum Finanzdatenanbieter Reuters (ab 2008 Thomson Reuters) als Spezialistin im „Client Training“. Seit Januar 2012 ist Johanna Brühl Head of Client Specialists für Europe East und trägt die Verantwortung für die Teams in Deutschland, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Griechenland und Türkei, mit insgesamt ca. 90 Mitarbeitern, Teamleitern und Managern.

Sie haben im ausbildungsintegrierten Studiengang Betriebswirtschaft an der Frankfurt School studiert. Wie haben Sie Ihr Studium organisiert?

Während des Grundstudiums war der Wechsel zwischen Studium und Beruf blockweise organisiert – während die anderen Auszubildenden an der Berufschule waren, habe ich an der FS die Vorlesungen besucht. In diese waren auch die zusätzlichen Inhalte zur Vorbereitung auf die IHK Prüfung integriert. Nach Abschluss der Ausbildung handelte es sich eher um einen „mehr-als-Vollzeitjob“ und nicht um das „klassische Studium“. Während des Semesters war ich von Mittwoch bis Freitag in der Bank. Montag, Dienstag, Samstag und oft freitagsabends besuchte ich die Vorlesungen. Während der Semesterferien habe ich normalerweise Vollzeit in der Bank gearbeitet, um entweder Zeit („Überstunden“) aufzubauen, die für Examenszeiten benötiget wurden, oder um mehr Gehalt für die Finanzierung des Studiums zu verdienen. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass mir das „Studentenleben“ fehlt, sondern habe es genossen, von Anfang an beide Seiten zu erleben – einerseits die theoretische Ausbildung an der FS, andererseits die sofortige Umsetzung der gelernte Inhalte im Job.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Frankfurt School auf die Anforderungen in Ihrer heutigen Position vorbereitet? Was war besonders nützlich?

Ich war es gewohnt, viel zu arbeiten und mich gut zu organisieren. Außerdem erhielt ich eine gute allgemeine fachliche Ausbildung in BWL, VWL und Marketing, mit der Vertiefung und Spezialisierung in den Finanzmarktthemen. Für die Aufgabe im Treasury Sales während und direkt nach Abschluss des Studiums war die Spezialisierung auf Finanzderivate und auch im Portfoliomanagement sehr wertvoll, da ich diese Kenntnisse täglich im Gespräch mit Kunden einsetzen konnte. Für meine Karriere, vor allem bei Thomson Reuters, war besonders vorteilhaft, dass ich durch UkPf (Unternehmenskultur & Personalführung) schon früh ein sehr gutes Verständnis für Personalthemen, Teamführung, Teamentwicklung und Kommunikation entwickelt hatte. Außerdem habe ich es immer als sehr großen Privileg angesehen, in einer kleinen Studiengruppe studieren zu können, mit engem Kontakt zu den Dozenten, die alle aus der Praxis kamen und somit mehr als nur die Theorie vermittelten.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Auch wenn es nicht die „klassische Studentenzeit“ war, hatten wir in unserer Studiengruppe viel Spaß und einen guten Zusammenhalt. Daraus sind einige gute Freundschaften entstanden. Beruflich war das Studium an der FS definitiv die Grundlage für meine Entwicklung. Ohne das Studium wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Ich denke sehr gerne an die Zeit zurück. Auch war die spezielle Kombination von Ausbildung und BWL-Studium für mich die perfekte Mischung – für nur eines von beiden hätte ich mich wahrscheinlich nicht entschieden.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Die FS-Parties, vor allem jene im Keller in der Sternstrasse, wo bis in die frühen
Morgenstunden gefeiert wurde, irgendwann der Boden 2cm tief von Bier und anderen Getränken überflutet war, und das Kondenswasser von der Decke tropfte. Natürlich erinnere ich mich immer sehr gerne an die Zeit im Auslandssemester in London, sowie an die Teambuilding Events im Rahmen von UkPf. Auch der tolle Teamgeist ist mir in Erinnerung geblieben. Vor allem in den letzten Stunden vor Abgabeschluss für die Diplomarbeit erlebte dieser seinen Höhepunkt, als jeder dem anderen half, die letzten Seiten zu drucken und noch in den CopyShop zum Binden zu bringen…

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was denken Sie können Alumni für ihre Hochschule tun?

Alumni können den Geist der Hochschule auch nach Abschluss weiter in die Finanz- und Businesswelt tragen, Netzwerke ausbauen sowie derzeitige Studenten unterstützen und fördern. Seit letztem Jahr habe ich mich im Mentoring-Programm „Unter Vier Augen“ als Mentorin für derzeitige Studenten zur Verfügung gestellt. Alumni bringen, meiner Meinung nach, auch einen wertvollen Einblick aus der aktuellen Arbeitswelt und über Entwicklungen im Markt zurück an die Hochschule. Ich selber fühle mich der FS sehr verbunden, und versuche, wenn auch nicht so viel, wie ich gerne würde, regelmäßig im Austausch mit der FS zu stehen.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Dankbar zu sein, für das, was ich habe, und das Beste daraus zu machen. Ich habe mein Leben selber in der Hand und immer die Wahl, mich anders zu entscheiden.

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