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1995 machte Kristina Herzog ihren Abschluss zur Diplom Betriebswirtin an der Frankfurt School of Finance & Management. Heute ist sie selbstständige Unternehmensberaterin und geschäftsführende Gesellschafterin zweier Unternehmen in Frankfurt am Main: seit 2009 bei der Agilius-Gesellschaft für Interim Management GmbH und seit 2013 bei der Frankfurter Familien Treuhand GmbH. Nebenberuflich engagiert sie sich im Mentoring-Programm der FS.

Sie haben Bankbetriebslehre an der Frankfurt School studiert. Wie haben Sie Ihr Studium organisiert?

Ehrlich gesagt, bin ich etwas blauäugig an die Belastung des „berufsintegrierten Studiums“ herangegangen. Es gab sowohl in der neuen Heimat Frankfurt mit den neuen Freunden von der FS als auch im neuen Job sehr viel Spannendes zu entdecken. Aber spätestens bei der Vorbereitung auf die ersten Zwischenprüfungen hat mich die Realität wieder eingeholt.

Ich habe dann schnell verstanden, dass eine gut organisierte und selbstdisziplinierte Lerngruppe sehr hilfreich sein kann und einem über so manche Strapaze aus der Doppelbelastung von Studium und Beruf hinweg helfen kann. Aus der damaligen Teamarbeit sind Freundschaften fürs Leben entstanden! Eine große Hilfestellung war auch mein Arbeitgeber, der neben spannenden Tätigkeiten auch immer wieder ausreichend zeitliche Freiräume für die Klausurvorbereitung geschaffen hat.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Frankfurt School auf die Anforderungen in Ihrer heutigen Position vorbereitet? Was war besonders nützlich?

Im Rahmen des Studiums haben wir, neben den fachlichen Inhalten, vor allem Eigenständigkeit, Selbstdisziplin und das kritische Hinterfragen von Themen gelernt. Sehr oft war aber auch Kreativität gefordert. Alles Faktoren, die ich in meiner heutigen Tätigkeit als selbstständige Unternehmensberaterin mit zwei Firmen und Mitarbeitern täglich brauche.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Mit den Erfahrungen aus dem Studium konnte ich ein breites Fundament für meinen beruflichen Werdegang legen. Zum einen hat mir das Studium das erforderliche fachliche Rüstzeug gegeben, um die relevanten Fragestellungen der Finanzdienstleistungsindustrie bewerten und in einen Kontext setzen zu können. Zum anderen hat mich das Studium mit seinen Höhen und auch Tiefen als Persönlichkeit geprägt.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Ihre Studienzeit an der Frankfurt School?

Bei mir liegt das Studium schon ziemlich lange zurück, aber mir sind viele Parties, insbesondere unsere Abschlussfeier, in guter Erinnerung geblieben. Am wichtigsten sind mir aber die lebenslangen Freundschaften, die im Studium entstanden sind.

Absolutes Highlight war natürlich das Auslandssemester in den USA. Ich habe an der Emory University studiert und anschließend ein Praktikum bei der DZ BANK in New York absolviert. Insbesondere das Semester an der Emory University hat mir neue Blickwinkel auf die Studieninhalte an der Frankfurt School eröffnet. Während an der FS damals die fachlichen Inhalte im Mittelpunkt des Studiums standen, lag der Fokus des Studiums an der Emory University auf den sogenannten „Management Skills“. Die Möglichkeit diese unterschiedlichen Perspektiven bereits im Studium kennenzulernen, hat mich fachlich und persönlich weiter gebracht.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was denken Sie können Alumni für ihre Hochschule tun?

Während meines Praktikums in New York habe ich im International House, einem Studentenwohnheim, gelebt. Das Motto des Hauses, sprachlich etwas antiquiert, aber inhaltlich hoch aktuell, lautet: „May brotherhood prevail“ – soll heißen: Als Gemeinschaft kann man durch das Teilen von Erfahrungen Wünsche, Ziele und Ideale viel besser erreichen.

Ich engagiere mich daher seit 1994 in der Alumni-Vereinigung des International House New York und als Mentorin für Studentinnen an der Frankfurt School. Ich hoffe, den Studentinnen durch die gemeinsamen Mentoring-Gespräche etwas Orientierung geben zu können, sodass die mit dem Studium verbundenen Wünsche und Ziele während der Zeit an FS und vor allem danach im beruflichen Alltag erreichbar werden. Es wäre natürlich schön, wenn mehr „alte Hasen“ sich in dieser Art und Weise für die Gemeinschaft der FS-Studenten und ihre Hochschule engagieren würden.

Was ist Ihr Lebensmotto?

„Behandele Dein Gegenüber so, wie Du selber gerne behandelt werden möchtest.“

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