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Vorstände sind gut ausgebildet, stark gefordert und bestens vernetzt

Vom Hidden Champion bis zum global agierenden Konzern: Vorstände sind gut ausgebildet, stark gefordert und bestens vernetzt. Doch wie erlangen sie das nötige Branchenwissen und die Persönlichkeit, um ein Unternehmen lenken und seine Geschicke steuern zu können?

Christian Schätzlein verantwortet die Teamleitung der Competence Center in der Professional & Executive Education der Frankfurt School. Seit langem beschäftigt er sich mit der Qualifizierung der „ersten Mitarbeiter“ eines Unternehmens, speziell in der Banken- und Finanzbranche, und hat dabei ein einzigartiges Bildungsprogramm entwickelt.

„Vorstandsausbildung“ – Wie erklären Sie Ihren Kunden und Auftraggebern diesen Begriff?

Zunächst einmal gibt es kein Ausbildungsprogramm, mit dem man automatisch Vorstand werden kann oder die Befähigung erlangt, ein Kreditinstitut zu führen. Das Aufrücken in die erste Führungsebene ist die Krönung einer langen Karriere, in der sich die Kandidaten fachlich und persönlich entwickelt haben. Wenn dieser Schritt bevorsteht, bestimmen im Allgemeinen die Eigentümer der Gesellschaft, wen sie für die Leitung als geeignet halten. Bei deutschen Kreditinstituten ist dies etwas anders: Hier darf die BaFin, also der deutsche Bankenregulierer, mitbestimmen und bei Zweifeln an der Eignung die Übernahme der Geschäftsleiterfunktion unterbinden. Um dies zu verhindern, haben wir ein Ausbildungsprogramm entwickelt, das umfassendes Branchen-, Fach- und Managementwissen vermittelt und den Kandidaten fit macht für die Übernahme der neuen Funktion.

Welchen Service bietet die Frankfurt School mit diesem exklusiven Programm?

Es handelt sich ja um eine ganz besondere Zielgruppe. Jemand kommt neu in ein Unternehmen oder ist dort bereits und soll – im Sinne der Unternehmensnachfolge – auf die nächsten Schritte vorbereitet werden. Das bedeutet: Wir beschäftigen uns im Vorfeld intensiv mit der Person, fachlich wie persönlich. Dies basiert unter anderem auf der Analyse des Lebenslaufs und einem Self-Assessment des Kandidaten anhand eines Maßnahmenkataloges. Darauf aufbauend wird der notwendige Schulungsbedarf ermittelt und ein Fortbildungsangebot erstellt. Der besondere Service vor und während des Programms besteht vor allen Dingen in der besonderen und individuellen Vorgehensweise der Bildungsberatung, der Durchführung als Executive-Einzelcoaching und einer individuellen Betreuung. Dies ist einmalig am Markt.

Wie verliefen der Kontakt und die Gespräche mit der BaFin, immerhin eine der größten Finanzaufsichtsbehörden in Europa?

Ganz offen heraus: Es gibt bei jedem Einzelfall absolut keinen direkten Kontakt zwischen der Frankfurt School und der Aufsicht – und dies ist auch gut so. Die BaFin muss neutral sein und jeden einzelnen Vorstandskandidaten auf die persönliche Eignung hin überprüfen. Diese Prüfung verläuft transparent unabhängig davon, wo der Kandidat seine fachlichen und theoretischen Kenntnisse erworben hat. In jedem Fall schadet es nicht, eine Qualifizierung an der Frankfurt School als einem renommierten Anbieter mit über 50 Jahren Erfahrung in der Bankenvorstandsausbildung absolviert zu haben.

Seit der Finanzkrise ist es umso wichtiger, dass die BaFin ihrer Kontrollpflicht auch uneingeschränkt nachkommt – im Sinne der Kunden und Verbraucher. Deshalb sind Transparenz und vollständige Informationen über die Leitungsorgane das A und O. Übrigens prüft die BaFin nicht nur die fachliche Qualifikation, bei der wir maßgeblich die Banken unterstützen können, sondern auch die Zuverlässigkeit, mögliche Interessenskonflikte und ob der Kandidat für seine neue Tätigkeit überhaupt genügend Zeit haben würde.

Wer sind Ihre Auftraggeber?

Die meisten Anfragen kommen von den mittelgroßen privaten Banken, von Autobanken und ausländischen Kreditinstituten. Aber auch Sparkassen und große Volksbanken gehören zu der Zielgruppe. Da das Programm eher hochpreisig ist und über das Ziel hinausschießen würde, ist die Nachfrage der kleinen Institute überschaubar. Meist werden wir von den betroffenen Kandidaten selbst oder vom „Corporate Office“, d. h. der Gremienbetreuung oder einer anderen zuständigen Stabsabteilung angesprochen. Manchmal ruft aber auch der aktuelle Vorsitzende des Vorstands oder des zuständigen Kontrollgremiums direkt bei mir an. Da beim ersten Kontakt die Übernahme der neuen Funktion des angehenden Geschäftsleiters noch nicht öffentlich kommuniziert wurde, werden alle Gespräche diskret und unter Wahrung der Geheimhaltung geführt.

Zum Schluss: Was macht Ihr Konzept so einzigartig?

Die Einmaligkeit des Konzeptes besteht unter anderem darin, wie wir unsere Kunden ansprechen. Wir bieten Teilnehmern Exklusivität auf höchster Ebene. Wir sprechen auch immer von einer Einzelbetreuung. Es geht fast nie um eine Gruppe, sondern um eine einzelne Person, die sich bei uns in einem geschützten Raum befindet. Sie darf darauf vertrauen, dass wir als ihr Partner seriös auftreten und diskret sind. Insofern steht dieses Programm nicht für große Schlagzeilen, sondern fußt auf unserer Kompetenz aus mehreren Jahrzehnten Erfahrung und dem tiefen Vertrauen, das uns in der Branche entgegengebracht wird. Seit ich das Programm 2010 entwickelt habe, haben es mehr als 100 Vorstände durchlaufen und alle durften schließlich auch als Geschäftsleiter arbeiten.

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