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Allround-Manager für Vermögensnachfolge

Vererben ist häufig alles andere als einfach. In den meisten Fällen steigt die Komplexität mit der Höhe des Vermögens. Wie lässt sich das Vermögen so verteilen, dass die Zielvorstellungen des Erblassers erfüllt werden? Noch anspruchsvoller sind Fragen der Unternehmensnachfolge. Wie sind die Weichen zu stellen, damit das Unternehmen erhalten und für die nachfolgenden Generationen eine Quelle von Zufriedenheit und Sicherheit bleibt? Estate Planner finden Antworten auf diese und viele andere Fragen der Vermögensnachfolge. Und der Zertifikatsstudiengang Estate Planner vermittelt die notwendigen Qualifikationen.

Wachsender Markt für Estate Planning

Deutschland wird mehr und mehr zu einem Land der Erben. Für die kommenden 10 Jahre (bis 2027) rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei geht es nicht nur um Geld- oder Sachwerte. Pro Jahr muss in bis zu 70.000 Familienunternehmen die Nachfolge geregelt werden. Mit diesen Zahlen verbindet sich eine große Nachfrage nach seriöser Beratung: Als integraler Bestandteil einer anspruchsvollen ganzheitlichen Finanzplanung wird Estate Planning mehr und mehr zu einem boomenden Markt.

Was bietet das Zertifikat Estate Planner?

Estate Planning ist viel mehr als ein mitunter überaus komplexes Zusammenwirken von Zahlen, Kennziffern, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie persönlichen Zielen und Befindlichkeiten. Aus der Natur der Aufgabe ergibt sich, dass Estate Planner tiefe Einblicke in persönliche und familiäre Angelegenheiten erhalten. Daher ist Estate Planning in allererster Linie eine Frage des Vertrauens. Mit einem Zertifikat empfehlen Sie sich für das Vertrauen Ihrer Kunden.

FPSB Deutschland

Mit dem Zertifikat Estate Planner (Frankfurt School of Finance & Management) qualifizieren Sie sich außerdem für die Zentralprüfung beim Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland). Bei bestandener Prüfung sind Sie berechtigt, dass CFEP® Zertifikat (Certified Foundation and Estate Planner) zu führen.

Studieninhalte

Der Zertifikatsstudiengang Estate Planner umfasst insgesamt 18 Präsenztage, die in neun Module gegliedert sind. Am Abschluss steht eine schriftliche Prüfung. Die Grundlage des Studiengangs bildet das Lehrbuch „Estate Planning“.

Private Vermögensnachfolge

Nach einer Einführung in das Estate Planning (Modul 1) führen erfahrene Dozenten in die private Vermögensnachfolge ein. An den insgesamt 7 Tagen der Module 2 bis 4 lernen Sie nicht nur alles Wichtige über Erbrecht und die damit zusammenhängenden steuerlichen Fragestellungen. Besonderen Raum nimmt die EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) ein. In praxisnahen Übungen lernen Sie Gestaltungsvorschläge für die private Vermögensnachfolge und nachlassspezifische Finanzprodukte kennen.

Estate Planning (Modul 1)

Berufsbild und rechtliche Rahmenbedingungen

  • Financial Planning: Grundlagen, Methodik und Berufsgrundsätze
  • Estate Planning als vertiefender Aspekt des Financial Planning
  • Haftungsrechtliche Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Regelwerke des FPSB und Ethik

Private Vermögensnachfolge (Module 2-4)

  • Erbrecht
  • Erbschaftsteuerrecht
  • Gestaltung Private Vermögensnachfolge
  • Nachlassspezifische Finanzprodukte

Unternehmensnachfolge

Modul 5 des Zertifikatsstudiengangs Estate Planner macht mit den allgemeinen rechtlichen Vorgaben und Lösungsansätzen für die Gestaltung unternehmerischer Vermögensnachfolge vertraut. Dabei werden spezielle Lösungen wie Stiftungen (Modul 6) und die internationale Vermögensnachfolge (Modul 7) eingehend untersucht. Im Modul 9 lernen die Teilnehmer Fallstudien und Vertriebsansätze für das Estate Planning kennen.

Unternehmerische Vermögensnachfolge (Modul 5)

  • Steuerliche, gesellschaftsrechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen der Unternehmensnachfolge
  • Nachfolgeregelungen
  • Erbauseinandersetzung bei Nachfolge mehrerer Erben
  • Ertrag- und erbschaftsteuerliche Auswirkungen der Erbauseinandersetzung
  • Gestaltung Unternehmerische Vermögensnachfolge

Stiftungen (Modul 6)

  • Grundlagen: Begriff, Motive, Wesen und Arten
  • Stiftungszivilrecht
  • Stiftungssteuerrecht
  • Stiftungen im Ausland
  • Gestaltungsfragen/Stiftungsmanagement

Internationale Vermögensnachfolge (Modul 7)

  • Problemfelder internationaler Erbfälle
  • Internationales Erbrecht
  • Internationales Erbschaftsteuerrecht
  • Gestaltung der internationalen Vermögensnachfolge

Fallstudien und Vertriebsansätze (Modul 9)

  • Mini-Cases
  • Vertriebsansätze im Estate Planning

Kommunikation und Mediation

Estate Planner brauchen ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. Das Modul 8 bereitet auf typische Konflikte im Estate Planning vor. Es vermittelt theoretische Ansätze zur Analyse von Konflikten und führt in Praktiken der Mediation zur Streitschlichtung ein. 

Kommunikation und Mediation (Modul 8)

  • Konflikte bei der Vermögens- und Unternehmensnachfolge
  • Theoretische Analyse von Konflikten
  • Grundlagen der Kommunikation
  • Mediation als Streitschlichtungsverfahren

Sieben Grundsätze für gutes Estate Planning

Die führenden Anbieter sehen Estate Planning als ganzheitlichen Ansatz und integralen Bestandteil der Finanzplanung in all seinen Ausprägungen. Selbstverständlich muss die Planung der Vermögensnachfolge den gesetzlichen Vorgaben und Regelungen inklusive MiFID II entsprechen. Das gilt auch für das Rechtsdienstleistungsgesetz und das Steuerberatungsgesetz. Estate Planner können gerade in rechtlichen Fragen nicht alle Aspekte überblicken. Deshalb arbeiten sie vor allem als Manager und Berater in einem Team von Experten.

Anbieterübergreifend gelten die folgenden sieben Ethik-Grundsätze für gutes Estate Planning des FPSB:

  • Vollständigkeit: Estate Planner haben die Aufgabe, alle vermögensrelevanten Angaben zu erheben und in die Vermögensnachfolge zu integrieren.
  • Vernetzung: Estate Planner betrachten alle Wirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Daten und insbesondere die Auswirkungen ihrer Empfehlungen.
  • Individualität: Lösungen von der Stange gibt es nicht. Estate Planning ist so individuell wie die Auftraggeber für die Planung der Vermögensnachfolge.
  • Richtigkeit: Estate Planner stellen sicher, dass die erarbeiteten Lösungskonzepte der aktuellen Rechtssprechung entsprechen.
  • Verständlichkeit: Beratung ist nur dann gut, wenn der Auftraggeber alle Lösungen und Angebote ohne finanzspezifisches Wissen bis in die Konsequenzen verstehen kann.
  • Dokumentationspflicht: Alle Angebote mit Bezug auf die Vermögensnachfolge werden schriftlich dokumentiert.
  • Einhaltung der Ethikregeln: Gute Beratung im Estate Planning gibt den Interessen des Kunden stets den Vorrang vor eigenwirtschaftlichen Interessen. Fairness, Kompetenz, Integrität, Objektivität, Professionalität, Vertraulichkeit und Sorgfalt sind unabdingbare Voraussetzungen für seriöses und nachhaltiges Estate Planning.

Key Facts

Abschluss

Certified Estate Planner (Frankfurt School of Finance & Management) Möglichkeit zum Erwerb des Zertifikats „CFEP® Certified Foundation and Estate Planner“

Zielgruppe

  • Mitarbeiter von Banken und Sparkassen, Versicherungen und freien Finanzdienstleistern
  • Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Notare.

Methodik

  • Blended Learning-Ansatz (Präsenzunterricht, Selbststudium)
  • Praxistransfer durch Fallstudienorientierung
  • praxisnahe, anwendungsorientierte Ausbildung

Dauer

9 Monate

Voraussetzungen

Zu diesem Programm können zugelassen werden: 

  • Absolventen eines Hochschul- bzw. Fachhochschulstudiums
  • Absolventen der School Studiengänge Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder Management bzw.
  • gleichwertiger Qualifikationen der Akademien der Genossenschaften und Sparkassen sowie
  • Personen mit einschlägiger dreijähriger Berufserfahrung in den entsprechenden Bereichen

Preis

Der Gesamtpreis beträgt 8.650 Euro (zahlbar in fünf Raten). Ein 1-tägiger Workshop zur Vorbereitung auf die Zentralprüfung des FPSB ist optional buchbar (350 Euro)

Information und Anmeldung

Programmstart

Fachliche Fragen

Organisatorische Fragen