call download fax letter pdf search x chevron
Stage Image

Frankfurt am Main, 07.09.2017 12:00:00

Am Mittwoch, 6. September 2017, empfing die Frankfurt School of Finance & Management Friedrich Merz, ehemaliger Bundesvorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion sowie Vorsitzender des Netzwerks Atlantik-Brücke e.V., zu einem Vortrag über die aktuellen politischen Beziehungen zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland. Die studentische Initiative FS Economy & Politics organisierte die Veranstaltung. Gegründet von fünf Studierenden der Frankfurt School, möchte die Initiative aktuelle wirtschaftspolitische Fragen in den Fokus rücken, weshalb sie regelmäßig Redner zu Fachvorträgen einlädt.

Dr. Heike Brost bei der Begrüßung

Dr. Heike Brost bei der Begrüßung

Dr. Heike Brost, Leiterin Degree Programmes & Executive Education an der Frankfurt School, hieß den Redner und mehr als 170 Gäste herzlich willkommen. Bei ihrer Begrüßung betonte sie, wie wichtig studentisches Engagement auch über das Studium hinaus sei. Studentische Initiativen förderten zudem das Gemeinschaftsgefühl der Frankfurt School.

Bereits zu Beginn betonte Friedrich Merz die Bedeutung des internationalen Austausches und Dialogs zwischen Menschen und Nationen. Im Gegensatz zu seiner Studienzeit sei ein Auslandsaufenthalt für heutige Studierende Normalität. „Auch wenn wir in komplizierten Zeiten leben, die Länder des sogenannten Westens teilen den Wunsch nach freien und liberalen Gesellschaften. Auslandsaufenthalte sind eine gute Möglichkeit voneinander zu lernen“, so Friedrich Merz.

Friedrich Merz sprach über das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland

Friedrich Merz sprach über das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland

Insbesondere zwei Ereignisse aus dem vergangenen Jahr, der Brexit und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, stellten Deutschland und Europa vor große Herausforderungen. Für Europa sei es Chance und Verpflichtung zugleich, Antworten zu finden – sowohl in der Außen- und Sicherheitspolitik als auch ökonomisch, da die USA durch den Rückzug aus vielen Regionen ein Vakuum hinterließen.

Appell an mehr Verantwortung durch Deutschland und Besinnung auf gemeinsame Werte

Für Deutschland und Europa müssten der Brexit und die Geschehnisse in den USA ein Weckruf sein, um selbstständiger zu werden. „Das Freihandelsabkommen mit den USA ist gescheitert. Deutschland muss gemeinsam mit den europäischen Partnern Abkommen mit anderen Ländern schließen. Zurzeit verhandelt die Europäische Union mit 20 Staaten über Freihandelsabkommen. Dieser Weg sollte weiter verfolgt werden“, appelliert Friedrich Merz.

Dennoch sei die derzeitige schwierige Beziehung zu den Amerikanern kein Grund sich voneinander abzuwenden. Deutschland und Europa sowie die USA verbinde vor allem ähnliche Werte und damit auch das Bestreben nach funktionierenden Demokratien. Die Checks and Balances funktioniere in den USA, was man auch daran sehe, dass Donald Trump viele Vorhaben nicht durchsetzen könne, so Friedrich Merz.

Merz schloss seinen Vortrag mit einem deutlichen Appell, die demokratischen Errungenschaften zu stärken sowie die gute Partnerschaft weiter zu vertiefen, ab.

Anschließend konnten die Gäste Fragen zum Vortrag stellen und sich weiter über die aktuellen politischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland austauschen.

Kontakt

Kontakt