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Frankfurt am Main, 19.06.2018 12:00:00

Am Mittwoch, 13. Juni 2018, diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft an der Frankfurt School of Finance & Management über die zukünftige Rolle von Business Schools und darüber, welche Kompetenzen Mitarbeiter und Führungskräfte für eine erfolgreiche Karriere in Unternehmen mitbringen sollten. Benannt wurde die Veranstaltung nach Professor Dr. Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School von 1996 bis April 2018.

Im Namen der Frankfurt School begrüßte Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Wirtschaftsuniversität, die anwesenden Gäste. In seiner Begrüßung erklärte er, dass sich Business Schools und Unternehmen bereits jetzt mit großen Herausforderungen und Veränderungen auseinandersetzen müssten – allen voran mit Veränderungen durch die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Frankfurt School stelle sich diesen Herausforderungen zum Beispiel mit dem Blockchain Center oder einem neuen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Auch habe die Wirtschaftsuniversität den neuen Master of Applied Data Science eingeführt, der im kommenden Herbst startet.

Professor Dr. h.c. Klaus-Peter Müller, Ehrenvorsitzender der Frankfurt School of Finance & Management Stiftung und ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG,  bedankte sich in seiner Rede für die gute Zusammenarbeit mit der Frankfurt School. Dabei lobte er das Engagement von Professor Dr. Udo Steffens. Insbesondere durch ihn sei der neue Campus vorangetrieben und realisiert wurden. Nun gelte es den Weg der Frankfurt School weiter erfolgreich zu gestalten.

Professor Dr. h.c. Klaus-Peter Müller, Ehrenvorsitzender der Frankfurt School of Finance & Management Stiftung, lobte das Engagement von Professor Dr. Udo Steffens

Professor Dr. h.c. Klaus-Peter Müller, Ehrenvorsitzender der Frankfurt School of Finance & Management Stiftung, lobte das Engagement von Professor Dr. Udo Steffens

Lehre muss sich an Bedürfnisse von Industrie und Studierenden anpassen

Professor Dr. Gianmario Verona, Rektor der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi, erklärte in seinem Vortrag, dass sich das Verhalten der jüngeren Generation bereits stark verändert habe und Bildungseinrichtungen darauf entsprechend reagieren müssten. Durch die Digitalisierung gebe es eine Veränderung wie Studierende Lerninhalte aufnehmen. Dies habe zur Folge, dass die Lerninfrastruktur sowie die Unterrichtsformen angepasst werden müssten. Herkömmliche Unterrichtsformen mit 30 bis 40 Studierenden seien deshalb in ihrer bisherigen Häufigkeit nicht mehr zwingend notwendig – vielmehr sollten Bildungseinrichtungen auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden eingehen. Professoren sollten sich stärker als persönliche Trainer verstehen.

Auch bei den Lerninhalten reagierten führende Business Schools. „Die Digitalisierung in Form von Industrie 4.0 oder Künstliche Intelligenz steht bei der Ausbildung selbstverständlich immer stärker im Fokus. Künftige Fach- und Führungskräfte müssen logisch und kritisch denken können, um die heutigen Informationsfluten verstehen zu können. Hierzu gehören auch Kenntnisse im Programmieren – Führungskräfte, die unternehmerisch, wie Gründer denken, werden vermehrt gesucht“, betonte Gianmario Verona.

Für Aufsehen sorgten Thesen wie die Aussage von Dr. Tim Mescon, geschäftsführender Vizepräsident und Leiter für Europa, den Mittleren Osten sowie Afrika der Akkreditierungsorganisation AACSB International, der sagte, dass es in Zukunft im Sinne des Lebenslangen Lernens keine Alumni mehr gebe. Ergänzend betonte er, dass stetiger Wandel keine Ausnahme sondern die Norm sei.

Die Gemeinschaft, nicht das Individuum präge den afrikanischen Weg bei den Business Schools, so Professor Dr. Piet Naudé, Direktor und Geschäftsführer an der Universität Stellenbosch. Hierfür stehe Ubuntu – eine afrikanische Lebensphilosophie, die besagt, dass man nur durch die Gemeinschaft existieren könne. Respekt, Anerkennung und Gemeinsinn seien für ein friedliches Miteinander besonders wichtig. Dieses Konzept spiele auch bei der Ausbildung von Managern eine wichtige Rolle. Es sei die Aufgabe von Führungskräften ethisch und nachhaltig zu handeln. Unternehmen sollten nicht ausschließlich mit allen Mitteln nach Gewinnen streben sondern sich auch um einen gesellschaftlichen Mehrwert und Fortschritt bemühen.

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