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Frankfurt am Main, 19.10.2018 12:00:00

Afrem Shemunkasho, Studierender des Bachelor of Science in Business Administration an der Frankfurt School of Finance & Management, möchte gesellschaftlich etwas bewegen. Seit Anfang des Jahres ist er deshalb Stipendiat im Förderprogramm „Geh deinen Weg“ der Deutschlandstiftung Integration – die Aufnahmefeier fand im September in Berlin statt. Das Förderprogramm umfasst eine Dauer von zwei Jahren. Ihm sei es wichtig, sich für einen Dialog stark zu machen – insbesondere in komplizierten Zeiten, sagt Afrem Shemunkasho, Sohn einer aramäischen Familie, die aus Südostanatolien stammt.

„Durch die START-Stiftung – eine Organisation für Schüler mit Migrationshintergrund bin ich auf die Deutschlandstiftung Integration gekommen, die etwas sehr ähnliches ist, nur eben für engagierte Studierende“, so Afrem Shemunkasho. Deshalb habe er sich für die Deutschlandstiftung beworben – zunächst schriftlich, anschließend gab es noch ein persönliches Interview. Bei dem Programm geht es nicht um eine finanzielle Förderung sondern um den Austausch der Geförderten untereinander sowie mit einer Vielzahl von Personen aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung. Jeder, der in das Programm aufgenommen wird, bekommt außerdem einen persönlichen Mentor.

Afrem Shemunkasho ist für zwei Jahre Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration

Afrem Shemunkasho ist für zwei Jahre Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration

„Meine Mentorin ist Ina Wietheger, die als Senior Partner mit dem Fokus Öffentlicher Sektor bei Roland Berger arbeitet. Wir treffen uns regelmäßig. Dabei profitiere ich stark von ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung. Außerdem hilft mir der Austausch, um mein berufliches Netzwerk zu erweitern“, erklärt Afrem Shemunkasho.

Aufgewachsen mit zwei Kulturen: Mitglieder inspirieren sich gegenseitig

Der zentrale Punkt in dem Programm der Deutschlandstiftung Integration sei der Austausch – die anderen Stipendiaten, die in jungen Jahren bereits viel erlebt und erreicht haben, näher kennen zu lernen, sagt Afrem Shemunkasho. „Interessant ist zu erfahren, wie sich die anderen Mitglieder in der Gesellschaft einbringen. Durch das Programm habe ich Personen getroffen, die bereits im Alter von 20 Jahren ein Unternehmen gegründet haben. Da wir alle eine gleiche Geschichte teilen und mit zwei Kulturen aufgewachsen sind, ist es einfach, uns gegenseitig zu inspirieren und zu schauen, wie wir uns für einen offenen Dialog in der Gesellschaft einsetzen können“, betont der 22-jährige.

Dass der Ton gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund rauer geworden ist, habe Afrem Shemunkasho auch durch die Berichterstattung verschiedener Medien gemerkt. Häufig werde zu schnell verallgemeinert. „Ich glaube, dass Stiftungen dieser Art zeigen, wie Integration gut funktionieren kann und wie Menschen mit Migrationshintergrund aktiv dazu beitragen, dass wir eine inklusive Gesellschaft haben. Wir kennen beide Seiten ganz genau“, berichtet Shemunkasho.

Frankfurt School repräsentiert Offenheit und Vielfalt

Für ein Studium an der Frankfurt School habe sich Afrem Shemunkasho auch entschieden, weil die Wirtschaftsuniversität Internationalität ausstrahle. „Meistens sprechen wir hier Englisch, da wir Studierende aus den verschiedensten Ländern kommen. Sogar das Gebäude spiegelt Internationalität wieder und ist nach den verschiedenen Kontinenten gestaltet“, erklärt der Studierende.

Jugendlichen mit Migrationshintergrund rät er zu Optimismus und Offenheit. „Wir als Teilnehmer des Förderprogramms müssen uns für einen Dialog einsetzen. Häufig wird man gefragt, wo man herkommt. Verhältnismäßig selten ist diese Frage negativ gemeint. Viele Menschen sind neugierig. Wenn ich meinen Hintergrund erkläre, kommt relativ häufig die Antwort, dass mein Gegenüber es schade findet, selbst keinen Migrationshintergrund zu haben“, so Afrem Shemunkasho.

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