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Frankfurt am Main, 20.09.2018 12:00:00

August 2018, Kai Schmidt, Absolvent des Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre an der Frankfurt School of Finance & Management, sitzt im Deli seiner Alma Mater. Sichtlich genießt er auf einem der modernen Sessel seinen Kaffee. Mit seinen 23 Jahren fällt er unter den vielen neuen Studierenden nicht auf – er könnte selbst einer von ihnen sein – und doch hat er bereits in Bangladesch gearbeitet und ist mit seinem eigenen Unternehmen in Nigeria aktiv. „In Europa gibt es die öffentliche Wahrnehmung, dass alle Afrikaner ihren Kontinent verlassen und nach Europa möchten. Das stimmt nicht – auch in Afrika, genauso wie in Bangladesch, gibt es viele Talente, die etwas erreichen möchten“, so Schmidt.

Er wolle mit seiner Ausbildung an einer renommierten Business School nicht nur finanziell vorankommen. Etwas zurückzugeben, ein gesellschaftlicher Return, so nennt er es, sei ihm wichtig. Auch deshalb habe er gemeinsam mit zwei Absolventen der TU München Anfang des Jahres die Plattform Crypto Development Fund gegründet. Mit ihrer Firma möchten die Gründer Start-ups aus Afrika, zunächst vor allem aus Nigeria, mit Investoren aus Europa zusammenbringen. Über die Plattform, soll mit Hilfe der Blockchain-Technologie der ganze Prozess vom Zusammenkommen zwischen Start-up und Investor bis zum Vertragsabschluss und dem Erhalten von Investitionssummen realisiert werden. So möchten die Gründer eine Zusammenarbeit ermöglichen, die ohne zentrale Institutionen schnell und einfach erfolgen kann.

Die Start-ups im Portfolio von Crypto Development Fund kommen aus den verschiedensten Branchen wie dem Gesundheits- und Finanzwesen oder auch der sogenannten Sharing Economy. „So einfach wie möglich möchten wir mit Hilfe modernster Technik Start-ups vor Ort helfen an Geld zu kommen. In Afrika gibt es viele junge Menschen, die etwas bewegen wollen – 60 Prozent der Menschen auf dem Kontinent sind jünger als 26 – das birgt riesiges Potential“, so der Frankfurt School Alumnus.

Die Gründer möchten das öffentliche Bild von Afrika verändern

Großes Interesse an der wirtschaftlichen Förderung von Unternehmen in Entwicklungsländern entwickelte sich bei dem 23-Jährigen während seiner Tätigkeit als Global Venture Development Manager bei der Rocket Internet SE in Bangladesch.

„In Bangladesch habe ich viele junge Menschen getroffen, die ihr Land besser machen wollen – sie sind stolz auf ihre Heimat und möchten weg von einem negativen Image. Genauso ist es in Nigeria“, so Kai Schmidt, der leidenschaftlich über seine Idee und die Menschen – fernab von Main und Taunus berichtet.

Um das öffentliche Bild von Afrika in Europa zu ändern, möchten die Gründer in der Zukunft verstärkt mit verschiedenen Universitäten zusammenarbeiten, sodass die Start-ups vor Ort weiteres Know-how erhalten. Zudem wolle die Plattform Mittelständler auf das vorhandene Potential in Nigeria aufmerksam machen. „Wichtig ist vor allem eins – investiertes Geld muss an den richtigen Stellen ankommen, also direkt bei den afrikanischen Gründern“, betont Kai Schmidt.

Absolventen der Frankfurt School und TU München: Kai Schmidt, Philipp Lesche und Simon Scholz (v.l.n.r)

Absolventen der Frankfurt School und TU München: Kai Schmidt, Philipp Lesche und Simon Scholz (v.l.n.r)

Frankfurt School Blockchain Center: Kooperationspartner für die technische Umsetzung

Als studentischer Mitarbeiter am Frankfurt School Blockchain Center beschäftigte sich Kai Schmidt intensiv mit der Blockchain-Technologie. Schwerpunkt war hierbei vor allem, wie die Technologie das Leben der Menschen in Entwicklungsländern verbessern kann – zum Beispiel in Hinblick auf den Zugang zu Finanzdienstleistungen. Professor Dr. Philipp Sandner, Leiter des Blockchain Centers, betreute die Bachelor Arbeit von Kai Schmidt und gab sogar den Anstoß zur Gründung der Plattform.

„Auch als Alumnus profitiere ich jetzt noch sehr von den Kontakten zur Frankfurt School. Viele Professoren, allen voran Philipp Sandner, sind gut zu erreichen und geben wertvolle Tipps. Zu potentiellen Investoren habe ich durch die Wirtschaftsuniversität ebenfalls Kontakt“, so Kai Schmidt.

Als freier Mitarbeiter von Crypto Development Fund ist ebenfalls ein FS Alumnus in Nigeria vor Ort – Mohamed Al-Salafi, der seinen Master in International Business im vergangen Jahr erfolgreich abgeschlossen hat und ursprünglich aus dem Yemen kommt.

Banken werden ihr Geschäftsmodell auf die Blockchain-Technologie anpassen müssen

Professor Dr. Philipp Sandner ist von der Idee des FS Alumnus und seiner Geschäftspartner überzeugt. „Die Blockchain-Technologie, nicht der Bitcoin, wird in einigen Jahren die Infrastruktur für alle Arten von Zahlungs- und Finanzprozessen darstellen. So können Kryptowährungen dazu verwendet werden, Geldtransfers effizient in Entwicklungsländern durchzuführen – ohne teure Gebühren. Damit können sie auch zur Start-up-Finanzierung in diesen Ländern eingesetzt werden“, betont Professor Sandner.

Über die Leidenschaft von Kai Schmidt für das Empowerment in Entwicklungsländern und welche Herausforderungen das junge Unternehmen zukünftig bewältigen muss, berichtet die Unternehmenskommunikation der Frankfurt School auf ihrer Website und ihrem Blog weiterhin in den kommenden Monaten.

Was die Gründer in Nigeria erlebt haben, erfahren Sie hier.

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