Neujahrs-empfang der Frankfurt School  

15. Januar 2026Veranstaltungen
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Mit Zuversicht und Tatkraft Zukunft gestalten

Am 14. Januar lud die Frankfurt School of Finance & Management zum Neujahrsempfang auf ihren Campus ein. Freunde, Förderer, Alumni, Wegbegleiter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft kamen zusammen, um das vergangene Jahr an der Frankfurt School Revue passieren zu lassen, gemeinsam auf das neue Jahr zu blicken und zentrale Zukunftsthemen zu diskutieren.

„Wir müssen viele Dinge bewegen!“

Rainer Neske, Vorsitzender des Stiftungsrates der Frankfurt School und Vorstandsvorsitzender der Landesbank Baden-Württemberg, eröffnete den Abend. Seine Botschaft war klar: Zuversicht und Tatkraft seien genau das, was Deutschland jetzt brauche. „Wir müssen viele Dinge bewegen“, so Rainer Neske. Unternehmen und Institutionen müssten Verantwortung übernehmen und vorangehen. Die Frankfurt School stehe genau dafür – als ein Ort, der „quasi vibriert vor Tatkraft, Zukunftsthemen und Innovation“.

Gerade für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland seien Bildung und die Potenziale der Künstlichen Intelligenz entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Spitzenforschung, exzellente Lehre und der enge Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seien der „Treibsatz für ein besseres Deutschland“. Die Frankfurt School sei in diesen Bereichen hervorragend positioniert. Dies zeige sich in den Ergebnissen internationaler Rankings. Er verwies insbesondere auf das renommierte UTD Research Ranking, in dem die Frankfurt School Platz 1 unter den Business Schools in Deutschland belegt und sich weltweit um 16 Plätze verbesserte – der größte Aufsteiger im Ranking. Im Financial Times European Business School Ranking 2025 erreicht die Frankfurt School Platz 31.

Die Frankfurt School als Ort für persönlichen Austausch, Begegnungen und neue Perspektiven

Auch Professor Dr. Nils Stieglitz, Präsident und Geschäftsführer der Frankfurt School, verwies in seiner Rede auf die disruptive Kraft neuer Technologien, die gleichzeitig den Wert menschlicher Interaktionen verdeutlichen. Künstliche Intelligenz verändere grundlegend, wie wir arbeiteten, lernten und Entscheidungen träfen. KI könne etwa Prozesse analysieren und beschleunigen, aber sie könne keine Werte vermitteln oder Beziehungen aufbauen. Gerade deshalb werde der persönliche Austausch immer wichtiger. So sei die Frankfurt School weit mehr als ein Ort der Wissensvermittlung – sie verstehe sich als „Ort der Begegnung, des Dialogs, des Widerspruchs und des gemeinsamen Denkens“.

Klarer Kurs für das Jahr 2026

Vor diesem Hintergrund skizzierte Nils Stieglitz Pläne und Vorhaben für 2026. Ziel sei es, Frankfurt noch stärker als Ort der Begegnung zu positionieren – etwa mit dem neuen Skyline Learning Centre in der 7. Etage, das Studierenden Raum für Lernen, Austausch und Inspiration schaffe. Auf dem Bertramshof entsteht gemeinsam mit Futury ein lebendiger Treffpunkt für Startups und Unternehmertum in der Rhein-Main-Region.

Gleichzeitig baut die Frankfurt School ihre internationale Präsenz weiter aus. Ein Executive Education Centre wurde in Dubai eröffnet; perspektiv sollen hier ebenfalls akademische Programme angeboten werden, sodass die Frankfurt School ihre globale Reputation und das Netzwerk stärken wird.

Der Mittelstand in Deutschland steht vor komplexen Herausforderungen. Mit einem neuen Institut will die Frankfurt School diese adressieren, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Lösungen entwickeln und Unternehmen als Sparringspartner Orientierung geben.

„Gemeinsam können wir deutlich mehr erreichen“

Professor Stieglitz schloss damit, dass es gerade in Zeiten technologischer Umbrüche Institutionen brauche, die Verantwortung übernehmen und Sinn stifteten. Vor diesem Hintergrund dankte er allen Unterstützern und Freunden, die dazu beitragen, die Frankfurt School genau zu so einer Institution zu machen. „Gemeinsam können wir deutlich mehr erreichen“, so Nils Stieglitz. Ein besonderer Dank ging an die WM Gruppe, die den Philipp Sandner Award, eine Stiftungsprofessur für Financial Technology sowie diverse Stipendien fördert.

ChatGPT im Onlinehandel – Forschung mit realem Impact

Die Keynote hielt Professor Dr. Christian Schulze, Associate Professor für Marketing. Er stellte Ergebnisse seiner aktuellen Studie zum Einfluss von ChatGPT auf den Onlinehandel vor. Auf Basis von Daten aus 973 E-Commerce-Webseiten mit einem Gesamtumsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar analysiert die Studie erstmals ChatGPT-Produkthinweise im direkten Vergleich zu etablierten digitalen Marketingkanälen. Das Ergebnis: Der durch ChatGPT induzierte Handel liegt derzeit noch deutlich hinter klassischen Kanälen wie Suchmaschinen, E-Mail oder Affiliate-Marketing zurück – zeigt jedoch klares Entwicklungspotenzial. Die Studie ordnet die Rolle generativer KI damit realistisch ein und liefert wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen und Plattformen.

Die Vorträge lieferten vielfältige Impulse, die beim anschließenden Empfang in angenehmer Atmosphäre Anlass für weiteren Austausch und Networking boten.

Nicole Clos

Managerin Unternehmenskommunikation
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Nicole Clos