Neue Studie zeigt: Große Unterschiede bei den Gesamtkosten im Krypto-Handel für Privatanleger

17. März 2026Research Centre
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Studie des Frankfurt School Blockchain Center und von intas.tech

Immer mehr Privatanleger handeln über App-basierte Plattformen Krypto-Werte. Dabei sind die tatsächlichen Kosten des Handels für viele Nutzer nur schwer nachvollziehbar. Von den neun in der Studie untersuchten Krypto-Handelsanbietern in Deutschland weist Bitvavo mit 0,53% die niedrigsten und Coinbase mit 6,45% die höchsten durchschnittlichen Gesamtkosten auf.

Ziel der Studie war es, die tatsächliche Kostenbelastung beim Handel mit Kryptowerten transparent zu machen und Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern in Deutschland zu analysieren. Hierzu wurden im Januar und Februar 2026 insgesamt 432 sogenannte Roundtrips – der Kauf und der unmittelbare Verkauf desselben Kryptowerts – über die mobilen Anwendungen von neun MiCAR-regulierten Krypto-Handelsanbietern durchgeführt. Untersucht wurden dabei die sechs Kryptowerte Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana, Chainlink und Avalanche sowie zwei Ordervolumina von jeweils 100 Euro und 500 Euro.

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im Kostenniveau zwischen den einzelnen Krypto-Handelsanbietern. Von den neun untersuchten Krypto-Handelsanbietern – Bison, Bitpanda, Bitvavo, Coinbase, flatex, justTRADE, Kraken, N26 and Trade Republic – weist Bitvavo mit 0,53% die niedrigsten und Coinbase mit 6,45% die höchsten durchschnittlichen Gesamtkosten eines Roundtrips auf. Neben expliziten Handelsgebühren wirken sich insbesondere Spreads – also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – auf die tatsächlichen Kosten des Handels aus. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass sich die relativen Kosten zwischen den beiden untersuchten Ordervolumina meist nur gering verändern.

Professor Dr. Co-Pierre Georg, Direktor des Frankfurt School Blockchain Center: „Immer mehr Privatanleger greifen über App-basierte Plattformen auf den Kryptomarkt zu, gleichzeitig sind die tatsächlichen Handelskosten für viele Nutzer nur schwer nachvollziehbar. Mit dieser Studie möchte das Frankfurt School Blockchain Center mehr Transparenz schaffen und einen datenbasierten Vergleich der Kostenstrukturen im Krypto-Handel ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit mit intas.tech konnten wir wissenschaftliche Analyse mit praktischer Marktexpertise verbinden und reale Transaktionsdaten systematisch auswerten.“

Benjamin Schaub, Managing Partner intas.tech: „Gerade in einer Phase, in der sich Kryptowerte zunehmend als Anlageklasse etablieren und immer mehr Privatanleger investieren, schafft die Studie mehr Transparenz über Kosten im Krypto-Handel. Während Kosten im traditionellen Kapitalmarkt sehr transparent ausgewiesen werden, sind sie im Krypto-Handel oft noch schwer vergleichbar – insbesondere Spreads können die Gesamtkosten erheblich beeinflussen.“

Die Ergebnisse der Studie sind insbesondere für Privatanleger relevant, die Kryptowährungen über mobile Plattformen handeln. Gleichzeitig liefern sie auch wichtige Erkenntnisse für Anbieter, Regulatoren und Marktbeobachter, da sie zeigen, wie stark sich Kostenstrukturen zwischen Plattformen unterscheiden können und wie wichtig transparente Kosteninformationen für fundierte Anlageentscheidungen sind.

Den vollständigen Studienbericht finden Sie hier.

Über das Frankfurt School Blockchain Center (FSBC)

Das FSBC ist eine Denkfabrik und ein Forschungszentrum, das sich in erster Linie mit der Untersuchung der Auswirkungen der Blockchain-Technologie beschäftigt. Neben allgemeiner Forschung und der Entwicklung von Prototypen dient das FSBC auch als Netzwerkplattform für Führungskräfte, Startups und Experten, um Wissen sowie bewährte Praktiken auszutauschen. Darüber hinaus organisiert das FSBC Bildungsangebote für Studierende und Führungskräfte, darunter Lehrveranstaltungen auf dem Campus, Workshops und Konferenzen. Mehr unter: Frankfurt School of Finance & Management

Über intas.tech

intas.tech fokussiert sich als Beratung für Finanzinstitute und Vermögensverwalter auf die strategische Bewertung von Blockchain-Anwendungsfällen sowie die Integration von Digital Assets in bestehende Geschäftsmodelle. Die einzigartige Kombination aus Blockchain-Know-how und Expertise im traditionellen Finanzsektor ermöglicht eine speziell auf die Bedürfnisse von Finanzinstituten zugeschnittene Beratungsleistung. Mehr unter: Digital Assets Consultancy | Home | INTAS.tech

Co-Pierre Georg

Professor of Practice in Digital Finance and Technology
Co-Pierre Georg