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Frankfurt am Main, 19.03.2021 12:00:00

Nagaland ist der erste indische Bundesstaat, der sich für eine Versicherung entscheidet, um die finanziellen Kapazitäten seines staatlichen Katastrophenschutzfonds zu erhöhen. Eine vom InsuResilience Solutions Fund kofinanzierte Partnerschaft gibt den Startschuss für ein Public-Private-Partnership-Projekt, das die Klimaresilienz des Bundesstaates durch einen verbesserten Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen stärkt.

Am Dienstag, 16. März, gab der InsuResilience Solutions Fund (ISF), verwaltet von der Frankfurt School of Finance and Management und finanziert von der KfW Entwicklungsbank, die Unterzeichnung einer Zuschussvereinbarung bekannt, die die Entwicklung eines Versicherungssystems für Nagalands State Disaster Response Mitigation Fund (SDRMF) unterstützt. Mit der Kofinanzierung der Entwicklungskosten der Versicherungslösung für Nagaland unterstützt der InsuResilience Solutions Fund ein Leuchtturmprojekt im Bereich des Katastrophenrisikomanagements.

Das Projekt wird von einer Partnerschaft bestehend aus der Nagaland State Disaster Management Authority (NSDMA), der lokalen Versicherungsgesellschaft Tata AIG General Insurance Company Limited, mit Swiss Re als Rückversicherungspartner und der Schweizer Beratungsfirma Faber Consulting als Projektkoordinator umgesetzt. Der ISF stellt eine zuschussbasierte Kofinanzierung für die Implementierungsphase zur Verfügung.

Der indische Bundesstaat Nagaland - östlich von Assam und westlich von Myanmar gelegen - ist in den Monsunmonaten Mai bis September einer hohen Luftfeuchtigkeit und starken Regenfällen ausgesetzt. Während der Monsunzeit 2017 forderten schwere Stürme, Sturzfluten, Starkregen und Erdrutsche 22 Todesopfer und verursachten schwere Schäden an öffentlichem und privatem Eigentum, von denen 30 % der Bevölkerung Nagalands betroffen waren. Zudem liegt Nagaland in einer sehr starken Erdbebenzone - in den letzten 100 Jahren ereigneten sich in der Region zwölf größere Erdbeben. 70 % der Bevölkerung gelten als arm und vulnerabel und sind daher überproportional von diesen Extremereignissen betroffen.

Die State Disaster Response Mitigation Funds (SDRMF) sind die primären Fonds, die für Katastrophenschutzmaßnahmen der indischen Bundesstaaten zur Verfügung stehen, wobei ergänzende Mittel durch den National Disaster Response Fund (NDRF) bereitgestellt werden. Da beide Fonds unterfinanziert sind, fehlen der Regierung des Bundesstaates Nagaland derzeit die notwendigen Mittel für Hilfsmaßnahmen und die Mindestentschädigung der Opfer dieser Katastrophen. Um den Schutz des Bundesstaates vor Naturkatastrophen zu erhöhen und einen ersten Versicherungsschutz für die Monsunzeit im Jahr 2020 zu testen, ist die Nagaland State Disaster Management Authority (NSDMA) eine Partnerschaft mit Tata AIG und Swiss Re eingegangen. Zur Erweiterung und Verbesserung der bestehenden Absicherung gegen extreme Regenfälle und zur Entwicklung einer ergänzenden Erdbebendeckung kofinanziert der InsuResilience Solutions Fund nun das innovative Versicherungsprogramm, um die Widerstandsfähigkeit Nagalands gegenüber Naturkatastrophen zu stärken.

Johnny Ruangmei, Officer on Special Duty at NSDMA, Government of Nagaland sagt: „Mit dem Start des Projekts werden wir die bestehenden staatlichen und nationalen Katastrophenrisikofonds durch die Entwicklung und Implementierung einer parametrischen Versicherungslösung für die Monsunzeit und Erdbeben verstärken. Dadurch können wir im Falle einer Katastrophe bessere und schnellere Entschädigungen bereitstellen. Investitionen in den Risikotransfer sind unerlässlich, um die Widerstandsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung Nagalands zu fördern.”

Bewerben Sie sich jetzt für eine Förderung!

Sie suchen Unterstützung bei der Umsetzung Ihres Konzepts in ein Klimarisikoversicherungsprodukt? Reichen Sie jetzt Ihre Concept Note ein und beantragen Sie eine Förderung! Die Einreichungsfrist für den 5. Call for Proposals ist der 16. April 2021.

Angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Katastrophenhilfe und -vorsorge wichtiger denn je, um deren (in-)direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum der ODA-Länder zu kompensieren. Daher begrüßt der ISF insbesondere Projektkonzepte, die auf die Sektoren ausgerichtet sind, die am stärksten von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, wie z.B. kritische Infrastruktur, Nothilfe und finanzielle Unterstützung von KMUs, mit Produkten, die sich auf die Absicherung gegen klimawandelbedingte Gefahren wie Überschwemmung, Wind/Sturm, starken Regen, Dürre/Hitzewelle, Kälteeinbrüche (in Kombination mit anderen) konzentrieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.