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Oliver Bader absolvierte ein duales Studium zum diplomierten Betriebswirt an der Frankfurt School of Finance & Management. 1997 machte er seinen Abschluss. Heute arbeitet Oliver Bader als Chief Financial Officer für North America in der Commerzbank AG in New York.

Wie verlief Ihr Karriereweg nach dem Abschluss an der Frankfurt School?

Direkt nach Abschluss des Studiums habe ich als Revisor für die globalen Trading & Sales Einheiten von Dresdner Kleinwort mit Basis in Frankfurt angefangen. 2005 erfolgte dann der Umzug mit der Familie nach London, wo ich die Position eines Chief Operating Officer (COO) im Zinsderivategeschäft von Dresdner Kleinwort übernahm. Innerhalb der Organisation in London schlossen sich dann diverse COO Rollen für andere Business Bereiche an. Nach dem Merger mit der Commerzbank habe ich eine COO Rolle innerhalb der Portfolio Restructuring Unit übernommen, die sich um die nicht strategischen Credit Exposures der Bank gekümmert hat. Nachdem das Portfolio in 2012 erfolgreich abgebaut war, sind wir nach New York umgezogen, damit ich meine jetzige Position antreten konnte.

Sie haben an der Frankfurt School ein duales Studium zum diplomierten Betriebswirt absolviert. Wie haben Sie es gestaltet?

Zur damaligen Zeit war die Frankfurt School noch nicht so etabliert wie heute und es war schwierig einen Job in Frankfurt zu bekommen. Ich hatte aber das Glück, dass das regionale Management in Stuttgart mir eine Plattform zur Verfügung gestellt hat, in der ich Privatkundengeschäft, Vermögensberatung sowie Kreditgeschäft erlernen konnte. Die erste Hälfte der Woche war ich daher immer im Schwäbischen und bin Mitte der Woche nach Frankfurt zum Studium gependelt. Diese Konstellation hat es von Beginn an erforderlich gemacht meine Zeit genau zu planen, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Durch das Studium wurde auch mein Interesse für das Investmentbanking geweckt. Da ich allerdings meine Studienzeit im klassischen Private & Corporate Banking verbracht hatte, suchte ich nach einer Möglichkeit, in Frankfurt den Einstieg ins Investmentbanking zu schaffen. Diese Gelegenheit bot sich mir schließlich durch eine Stelle in der internen Revision. In dieser Position besuchte ich im Laufe der Jahre alle Handelslokationen und lernte so auch die verschiedenen Produktbereiche besser kennen.

Haben Sie es geplant eines Tages im Ausland, in den USA, zu arbeiten oder war es eine spontane Entscheidung?

Die Absicht im Ausland zu arbeiten entstand während meiner Zeit in der Revision. Mir haben die Projekte in fremden Ländern, die normalerweise acht bis zehn Wochen dauerten, immer gut gefallen. Man bekam ein Gespür für das Land, die Leute und die Kultur, allerdings wurde man leider nie Teil des Ganzen. Erstmals dauerhaft im Ausland gearbeitet habe ich dann ab 2005 durch meinen Umzug nach London und führe es nun in New York fort. Wenn man den Schritt einmal gegangen ist, ist die Umstellung und Eingewöhnung in einem anderen Land einfacher.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Frankfurt School auf die Anforderungen in Ihrer heutigen Position als CFO North America der Commerzbank AG in New York vorbereitet? Was war besonders nützlich?

Durch die Halbwertszeit des Wissens ist der Einfluss des Studiums auf meine heutige Position relativ gering. Allerdings hat mir das Studium ein Fundament gegeben auf das ich in jedem meiner Karriereschritte zurückgreifen konnte. Durch die Doppelbelastung aus Lehre und Beruf hat es einem auch die Bestätigung gegeben, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will.

Welche Bedeutung hat Ihre Studienzeit an der Frankfurt School für Sie aus heutiger Sicht?

Die Studienzeit an der Frankfurt School ist ein wichtiger Bestandteil meines beruflichen Werdegangs und meiner persönlichen Entwicklung. Die Verpflichtung ein Semester und ein Praktikum im Ausland zu machen, hat es erlaubt schon früh über den Tellerrand hinaus zu schauen und die Welt zu erforschen. Die Kombination aus Theorie und Praxis ist eine einzigartige Möglichkeit Dinge direkt auszuprobieren und sie im täglichen Umfeld zu testen. Darüber hinaus habe ich sehr viele wundervolle Menschen kennengelernt, zu denen ich heute noch regelmäßigen Kontakt pflege.

Welche Bedeutung haben Alumni für eine Hochschule? Was denken Sie können Alumni für ihre Hochschule tun?

Almuni sind meines Erachtens ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg einer Hochschule. Das Curriculum, die Professoren, der Lehrbetrieb ist sicherlich der Grundstein für den Erfolg der Hochschule. Allerdings sind die Alumni auch ein Gradmesser inwieweit die Hochschule einem Menschen Wissen, Denkweisen, Werte und Kultur mit auf den Weg geben kann und wie erfolgreich dies in der Berufswelt umgesetzt werden kann. Alumni bedeutet für mich automatisch auch Verbundenheit – selbst wenn ich einen Menschen noch nicht kenne, aber weiß das er an der Frankfurt School studiert oder studiert hat, gibt es ein gemeinsames Verständnis und eine Vertrautheit.

In diesem Jahr fördere ich persönlich ein Deutschlandstipendium, da ich etwas an die Hochschule und vor allem die Studenten zurückgeben möchte. Durch das Stipendium hoffe ich einem talentierten Menschen den finanziellen Druck etwas zu nehmen, damit er/sie sich hundertprozentig auf das Studium konzentrieren kann.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Love it, leave it or change it

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