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Frankfurt am Main, 05.10.2020 12:00:00

Am Montag, den 5. Oktober 2020, haben sich die Präsidenten der World Bank Group, der Deutschen Bundesbank und der Frankfurt School of Finance & Management über die globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgetauscht. Die Veranstaltung wurde von der Frankfurt School ausgerichtet und vom AI Lab am Campus in Frankfurt aus per Livestream übertragen.

Unter dem Titel „The Pandemic Response“ stand der Austausch zu den globalen Auswirkungen von COVID-19 und den Herausforderungen beim Aufbau eines  belastbaren und gleichzeitig sozial gerechten Aufschwungs im Mittelpunkt der Veranstaltung. Asiya S. Mohammed, CEO von Conflict Women, Ltd. und Frankfurt School EMBA Alumna, führte die Online-Zuschauerinnen und -Zuschauer durch das Programm. Zu Beginn der Veranstaltung gab Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, eine Einführung in das Thema. Neben der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, machte er insbesondere auf die globale Perspektive aufmerksam „Das Coronavirus betrifft alle, aber nicht gleichermaßen.“ Weiterhin sagte Dr. Weidmann „Die deutsche Wirtschaft dürfte im dritten Quartal stark gewachsen sein, wenn auch von einem sehr gedrückten Niveau aus. Obwohl der Aufschwung zunächst V-förmig erscheint, wird er in Wirklichkeit flacher. Eine solche Verlangsamung wurde jedoch erwartet. Die Erholung der deutschen Wirtschaft wird wahrscheinlich langwierig sein und noch einige Zeit unvollständig bleiben.“

David Malpass, Präsident der World Bank Group, betonte in seiner anschließenden Rede die wirtschaftlichen Besonderheiten der Corona-Krise „Die COVID-19-Krise ist eine Krise wie keine andere. Die globale wirtschaftliche Reaktion war bereits viel größer, als wir zu Beginn dieser Krise erwartet hatten.“ Er betonte vier drängende Aspekte für die Erholung von der Corona-Krise: Linderung von Armut und Ungleichheit, Wiederherstellung von Humankapital, Verringerung der Schuldenlast (insbesondere der ärmsten Länder) und die globale Zusammenarbeit, um den Wiederaufbau gemeinsam zu gestalten.   

Weiterhin trat Prof. Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management, mit David Malpass in den Dialog. Prof. Stieglitz forderte die Regierung auf, das Unternehmertum und die Privatwirtschaft bei der Erholung von der Corona-Krise zu unterstützen. Auch einige Studierende der Frankfurt School waren begeistert vom Austausch mit dem Präsidenten der World Bank Group und ließen sich die Chance, einige drängende Fragen direkt an ihn zu richten, nicht entgehen. Die Online-Veranstaltung war ein hervorragender Auftakt für die bevorstehenden Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des Gouverneursrates der World Bank Group.

Die Aufzeichnung des Online-Events finden Sie hier.