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ProcessLab

Das ProcessLab

ist ein Forschungscenter der Frankfurt School of Finance & Management. Das Center beschäftigt sich mit verschiedensten Aspekten des Prozessmanagements in der Finanzbranche.

Unsere Vision

Wir sind der erste Ansprechpartner in Deutschland für die Entwicklung innovativer, wissenschaftlicher Lösungen für das Prozessmanagement in der Finanzbranche.

Wie erreichen wir das?

Wir arbeiten eng mit der Praxis zusammen und vernetzen uns international in der Forschung. Mehrere Veranstaltungsreihen des ProcessLab ermöglichen den Austausch zum Prozessmanagement. 

Unsere Stärken
  • Identifikation und Bearbeitung neuer Forschungsfelder im Prozessmanagement
  • Entwicklung von wissenschaftlich fundierten Konzepten und Methoden
  • Unabhängige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis
  • Kontakte zu wesentlichen Akteuren im Prozessmanagement
  • Einbinden von Studierenden in aktuelle Forschungsprojekte

Unsere aktuellen Forschungsgebiete konzentrieren sich auf

  • nachhaltige operationale Exzellenz
  • Mitarbeiterbefähigung zur kontinuierlichen Prozessverbesserung
  • Cashless Payments in the Age of Mobility and Ubiquity
  • Kundenzentrierung in Banken
  • Identifizierung von Ineffizienztreibern auf Prozessebene und Lernen von prozessorientiertem Denken

Aktuelles

Erste Ergebnisse unserer Studie zu „Lean Six Sigma in der Finanzbranche” liegen vor! 

16.11.2017

In Zusammenarbeit mit Kollegen der Heriot-Watt University in Edinburgh, der indischen Universität IIM Tiruchirappalli und der Universität Amsterdam führt das ProcessLab der Frankfurt School gerade eine weltweite Studie zu „Lean Six Sigma in der Finanzbranche“ durch. Das Ziel dieser Studie  ist es, die Rolle, den Nutzen, die Erfolgsfaktoren, Motivation und Hindernisse, eingesetzte Instrumente, Zielerreichung etc. von Lean Six Sigma in der Finanzbranche zu untersuchen. Hier finden Sie einen Kurzbericht (englisch) zu den Daten im deutschsprachigen Bereich. 

Über uns

Das aktuelle ProcessLab-Team setzt sich aus den beiden Co-Heads, Prof. Dr. Moormann und Prof. Dr. Beimborn, einem PostDoc, zwei Doktoranden, zwei assoziierten (Senior-)Mitgliedern und zwei studentischen Hilfskräften zusammen. Sieben ehemalige Mitarbeiter/innen des ProcessLab konnten bislang promoviert werden.

Co-Head

Co-Head

Lecturer/Postdoc

Doktorand

Doktorand

Assoziierte Mitglieder:

Dirk Wölfing und Janina Kettenbohrer

Mehr Weniger

Dirk Wölfing (Dipl.-Volkswirt) ist assoziiertes Mitglied des ProcessLab der Frankfurt School of Finance & Management. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der prozessualen Neugestaltung und kontinuierlichen Verbesserung von Cash-Prozessen. 

Kürzlich hat er in Kooperation mit dem ProcessLab an einer internationalen Studie zum Reifegrad dieser Prozesse gearbeitet („Treasury-Studie: Vom Cash-Manager zum Cash-Process-Manager“). Im Rahmen der Studie hatten die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Prozesse mit denen von anderen an der Studie beteiligten Unternehmen zu vergleichen. Kooperationspartner der Studie waren BearingPoint, HSBC und TIS. Wenn Sie Interesse an der Studie haben, wenden Sie sich gern an Herrn Wölfing.

Herr Wölfing ist ausgewiesener Experte im Bereich des Zahlungsverkehr und des Cash Managements. Er war in den letzten Jahren in Finanzabteilungen großer Unternehmen, insb. zwei DAX-Konzernen, tätig und unterstützte Unternehmen bei der Neuorganisation ihres globalen Zahlungsverkehrs und des Cash Managements. Davor arbeitete er für Beratungshäuser sowie als selbstständiger Berater in einer Vielzahl von Banken im Bereich der Prozessoptimierung. In der ersten Phase seines Berufslebens hat Dirk Wölfing im Rahmen der Wirtschaftsprüfung Geschäftsprozesse in Bezug auf die Sicherheit interner Kontrollsysteme analysiert.

Seit Juni 2016 ist er zudem Dezernent für Klimaschutz und Energiewende im Magistrat der Stadt Neu-Isenburg.


Janina Kettenbohrer (M.Sc. - Wirtsch.-Inf.) ist assoziiertes Mitglied des ProcessLab der Frankfurt School of Finance & Management und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik,  an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Weniger

Ihre Forschung befasst sich mit der Standardisierung von Geschäftsprozessen, wobei der Fokus auf mitarbeiterbezogenen und organisationalen Einflussfaktoren liegt. Im Rahmen dessen wurden ein Vorgehensmodell zur erfolgreichen und nachhaltigen Prozessstandardisierung sowie ein Governance-Modell zur Sicherstellung der Standardisierung entwickelt. Beide Modelle werden bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt und wissenschaftlich begleitet. Zudem beschäftigt sich Frau Kettenbohrer mit dem Einfluss verschiedener Eigenschaften von Arbeit und welche Auswirkung diese auf die Akzeptanz von Mitarbeitern gegenüber standardisierten Prozesse hat. In ihren Forschungsarbeiten finden sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsmethoden Anwendung.
Ihre Forschungsbeiträge wurden unter anderem auf zahlreichen nationalen und internationalen Wirtschaftsinformatikkonferenzen wie bspw. ICIS, ECIS, WI und AMCIS veröffentlicht.

Im Rahmen ihrer universitären Lehre betreut Janina Seminar- und Abschlussarbeiten.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Kloppenburg, M., Kettenbohrer, J., Beimborn, D., and Bögle, M. (2015)
Leading 20,000+ employees by a process-oriented management system - insights to process management at Lufthansa Technik Group
Proceedings of the 13th Business Process Management Workshops, Innsbruck, Austria, Best Industry Paper

Ehemalige Doktoranden

Prof. Dr. Michael Leyer

Professur für BWL der Dienstleistungen - Universität Rostock

XING-Profil

Dr. René Börner

Skill und Service Level Management - Degussa Bank AG

XING-Profil

Dr. Andreas Burger

Managing Partner - Integritate-ABU Compliance-Beratungsgesellschaft mbH

XING-Profil

Dr. Corinna Grau

Bereichsleiterin Kundenservice - Württembergische Versicherung AG

XING-Profil

Dr. Diana Heckl

Leiterin Marktentwicklung und -strategie - Volkswagen Financial Services AG

XING-Profil

Dr. Matthias Hilgert

Abteilungsleiter Projekte und Prozesse - Basler Versicherungen

XING-Profil

Dr. Anne Schaefer

LinkedIn-Profil

Ann-Kathrin Hirzel

Data Analyst (Digital Channels & User Experience) - ING-DiBa AG

XING-Profil

Forschungsgebiete

Das ProcessLab wird wesentlich durch die Forschungsarbeiten von Doktoranden der Frankfurt School of Finance & Management getragen. Die Doktoranden werden sowohl von einem Professor als auch einem externen Koordinator betreut.

Der Koordinator wird aus dem Kreise der Sponsoren gestellt. Der betreuende Professor stellt vor allem die wissenschaftliche Bearbeitung, der externe Koordinator die Praxisrelevanz sicher.

Die Begutachtung von Dissertationen wird an der Frankfurt School in jedem Fall von zwei unserer Professoren sowie einem Professor einer anderen Universität vorgenommen.

Weltweite Studie zu Lean Six Sigma

Unter Lean Six Sigma (LSS) wird die Kombination von Lean Management und der Six-Sigma-Methodik verstanden. LSS stellt heute eines der wichtigsten Konzepte zur Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit dar. Dementsprechend wird das Konzept heute in vielen Unternehmen der Finanzbranche verwendet. Um den aktuellen Stand sowie Ansätze zur Weiterentwicklung von LSS zu ermitteln, führen wir eine internationale Studie in Zusammenarbeit mit Kollegen der Heriot-Watt University in Edinburgh, der indischen Universität IIM Tiruchirappalli und der Universität Amsterdam durch.

Die Studie richtet sich an Mitarbeiter in Banken, Versicherungsunternehmen und anderen Finanzdienstleistungsunternehmen. Ein besonderer Aspekt liegt auf der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen den mit LSS erzielten Projektergebnissen (Performance) und den für erfolgreiches LSS notwendigen Fähigkeiten des Unternehmens. Letztlich wollen wir versuchen, eine Theorie für die Fähigkeit für LSS sowie ein Konzept zur Messung dieser Fähigkeit zu entwickeln. Damit können Unternehmen dann ihre eigene LSS-Fähigkeit ermitteln.   

Process Innovation Capability (PIC)

Insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung stellt sich für Unternehmen die Frage, wie sie zu Prozessinnovationen gelangen können. Welche Fähigkeiten werden für die Innovation von Prozessen – also nicht für deren inkrementelle Verbesserung – benötigt? Kann man diese Fähigkeiten messen? Wie kann man diese Fähigkeiten in Unternehmen steigern?

Um diese Fragen beantworten zu können, greifen wir auf den „Capability-based View“ (Fähigkeiten-basierter Ansatz) zurück, der wiederum auf dem Ressourcen-basierten Ansatz beruht. Im ersten Schritt entwickeln wir ein vierdimensionales Konzept, das nicht nur die bereits eintrainierten Routinen zur Prozessinnovation betrachtet, sondern auch die Eignung der Organisationsstruktur, die Motivation zur Prozessinnovation sowie die organisationale Bereitschaft, die entwickelten Innovationen zu implementieren, einbezieht. Im zweiten Schritt soll dann ein Tool zur PIC-Messung entwickelt werden, um anhand dieses Tools Empfehlungen zum Aufbau von PIC-Fähigkeiten für Finanzdienstleister zu geben. 

Prozess-Standardisierung und Prozess-Governance

Wir analysieren Enabler und Erfolgsfaktoren für unternehmensweite Prozessstandardisierungsinitiativen und untersuchen, wie Konzepte zur Prozess-Governance konzipiert und umgesetzt werden müssen, damit die Mitarbeiter in der Lage und bereit sind, definierten Prozessstandards zu folgen. Mit verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen, wie z. B. Action Design Research Methode, Fallstudien und Mitarbeiterbefragungen, helfen wir Unternehmen den Grad der Prozessorientierung und Akzeptanz von Prozessstandards im Management und der Belegschaft zu bewerten.

Die Auswirkungen von Blockchain auf den Finanzsektor

Blockchain wurde ursprünglich als ein kryptografisch basierter Ansatz für den Zahlungsverkehr eingeführt, um einen alternativen vertrauensbildenden Mechanismus zwischen zwei Transaktionspartnern zu schaffen. Die steigende Anzahl an Anwendungsfällen hat zu einer angeregten Diskussion über die Zukunftsperspektiven von Blockchains bei Wissenschaftlern und Praktikern geführt. In unserer Forschung konzentrieren wir uns auf die Auswirkungen von Blockchains auf Geschäftsmodelle und analysieren die Herausforderungen, welche die Technologie zu bewältigen hat, bevor sie zu einer bahnbrechenden Lösung reifen kann. Einen Schwerpunkt setzen wir auf die organisatorische Akzeptanz der Blockchain-Technologie. Anhand von Experteninterviews entwickeln wir Leitlinien für neue Formen des Organisationsdesigns, welche besonders für digitale Innovationen geeignet sind.

Die Erneuerung des Organisationsdesigns für mehr Agilität

Aufgrund der komplexen, unvorhersehbaren und instabilen Umweltveränderungen ist es für Unternehmen schwierig, eine effiziente Organisationsstruktur zu finden, die flexibel genug ist, um sich den ständig ändernden Umweltanforderungen anzupassen. Dies gilt insbesondere für digitale Innovationen, seien es stetige oder disruptive. Die Management-Literatur hat eine Reihe von Ansätzen vorgeschlagen. Ein Ansatz mit den sich ändernden Umweltbedingungen umzugehen, besteht in der Fähigkeit von Unternehmen diese rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Dies wird häufig mit dem Begriff „agil“ beschrieben. Dennoch sind die organisatorischen Anpassungen und Veränderungen der Organisationsstruktur unklar. Daher führen wir eine quantitative Studie durch, um die Organisationsstruktur, Agilität, sowie die Fähigkeit zur Entwicklung digitaler Innovationen in Unternehmen zu analysieren. Unser Ziel ist es, die entscheidenden Faktoren des Organisationsdesign, die zu Agilität beitragen, zu ermitteln und deren Auswirkungen zu analysieren.

Bargeldlose Zahlungen im Zeitalter von Digitalisierung und Mobilität

Die Digitalisierung durchdringt nahezu alle Lebensbereiche. Dadurch hat insbesondere das Thema der Zahlungsverfahren enorm an Bedeutung gewonnen. Der Trend geht klar in Richtung bargeldloser, mobiler Verfahren – sei es per Karte, online, Smartphone oder Kombinationen daraus. Der Markt wird von vielen Playern – von FinTechs bis hin zu den großen Internetunternehmen – als attraktiv eingeschätzt. Diese Unternehmen versuchen, den traditionellen Banken in diesem Teil der Wertschöpfungskette den Kundenkontakt streitig zu machen. In unserer Forschung stehen Innovationen hinsichtlich des Geschäftsmodells und der damit verbundenen Prozesse im Vordergrund. Dazu zählen Untersuchungen zu Netzwerkeffekten bei der Verbreitung von Mobile Payment (Händlersicht), zum Einsatz von Blockchain in Zahlungsverkehrsprozessen, zu Payment-Konzepten im Connected Car usw.

Publikationen

Wenn Sie an einzelnen Publikationen (außer Büchern und Studien) interessiert sind, stellen wir Ihnen diese gern kostenfrei zur Verfügung. Bitte senden Sie formlos eine entsprechende Mail an processlab@fs.de.

Verzeichnis aller Publikationen

Nur Bücher

Digital Payments – Revolution im Zahlungsverkehr

Die Payment-Branche befindet sich inmitten einer Umbruchphase. Auslöser dafür ist die Digitalisierung. Damit verändern sich die Reichweiten und ein Denken in ganz neuen Geschäftsmodellen und Prozessen wird erforderlich. Die Innovationsrate hat sich deutlich erhöht, es entstehen neue Wettbewerbssituationen und die Branche konsolidiert sich. Mit dem Herausgeberwerk „Digital Payments – Revolution im Zahlungsverkehr“ liegt das erste Fachbuch vor, das diesen Umbruch aufgreift und aus institutioneller, regulatorischer, betriebswirtschaftlicher und technologischer Sicht durchleuchtet und bewertet. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Prozessmanagement in der Assekuranz

Das Denken in Prozessen verbreitet sich in der Versicherungsbranche in zunehmendem Maße. Immer mehr wird erkannt, wie wichtig es für jedes Unternehmen ist, seine Prozesse genau zu verstehen, kontinuierlich zu messen, immer wieder zu verbessern und aktiv zu steuern. Ein Buch, das das gesamte Spektrum des Prozessmanagements in der Assekuranz oder zumindest Teile davon zeigt, gibt es bislang weder im deutschsprachigen noch im angloamerikanischen Raum. Deshalb wurde nun das Buch „Prozessmanagement in der Assekuranz“ geschrieben, dass sich speziell an diejenigen wendet, die sich mit dem Prozess-management in Versicherungsunternehmen auseinandersetzen. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Six Sigma in der Finanzbranche

Six Sigma spielt in der Finanzbranche eine immer wichtigere Rolle. Zunehmend setzen Banken, Versicherer und andere Unternehmen der Finanzindustrie diese Methodik ein, um durch Messung, Analyse und Steuerung permanent ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. In der dritten Auflage dieses Buches werden die bislang gemachten Erfahrungen mit Six Sigma in Banken und Versicherungen reflektiert sowie neue Projekte skizziert. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Wertschöpfungsmanagement in Banken

Die Sicherung und Erhöhung der Wertschöpfung ist eine der zentralen Aufgaben, denen sich Kreditinstitute stellen müssen. Aber wie kann die Wertschöpfung von Kreditinstituten in Zukunft erfolgen? Und wie sind Banken unter diesem Aspekt zu managen? Das vorliegende Lehr- und Lernbuch hat zum Ziel, die Herausforderungen sowie die wichtigsten Konzepte und Instrumente für die Weiterentwicklung von Banken zu vermitteln. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Nur Studien

Treasury-Studie: Vom Cash-Manager zum Cash-Process-Manager

Die Globalisierung der Wirtschaft hat zu einer enormen Bedeutung des Cash Managements geführt. Letzteres verändert sich jedoch zurzeit erheblich. Immer mehr Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen bauen ihre eigene Payment Factory oder In-house-Bank auf. Für die traditionellen Banken bedeuten diese Veränderungen im günstigen Fall eine Neujustierung ihrer Dienstleistungen – für die meisten Institute ist es jedoch das Ende des Geschäfts mit dem globalen Cash Management. Die Ergebnisse einer vom ProcessLab durchgeführten Studie können Sie hier abrufen. Der Abruf ist kostenfrei. Eine Publikation zu den Studienergebnissen aus Bankensicht (Wölfing/Moormann: Cash Management im Umbruch) ist in der Zeitschrift „Die Bank“ (Heft 12/2016) erschienen.  

Wie lean sind Finanzdienstleister?

Lean Management ist in der Fertigungsindustrie ein seit vielen Jahren etabliertes Konzept. Auch in der Finanzbranche ist Lean Management seit etwa zwei Jahrzehnten bekannt. Aber wie „lean“ sind Banken und Versicherer heute wirklich? Zu dieser Frage haben wir in Kooperation mit UMS Consulting eine Studie durchgeführt. Diese bezieht sich auf den deutschsprachigen Bereich und umfasst Antworten von mehr als 3.600 in der Finanzbranche tätigen Personen. Die Ergebnisse der Kurzstudie können sie hier abrufen. Der Abruf ist kostenfrei.

Banking-Apps für Smartp​hones

Mit der Verbreitung von "Apps" entstand weltweit ein regelrechter Smartphone-Boom. Mit diesem Boom und den technischen Möglichkeiten der heutigen Geräte gewinnt auch das Thema Mobile Banking für Banken wieder an Bedeutung. Im Gegensatz zu Apps für Spiele oder zur Lösung diverser Alltagsprobleme steht bei Banking-Apps das Angebot an Funktionalitäten im Vordergrund und beeinflusst die Akzeptanz des Kunden. Weitere Informationen finden Sie in einem Interview mit Prof. Dr. Jürgen Moormann und Anne Dohmen in der Börsenzeitung. Einen Abstract sowie das Bestellformular für die Studie finden Sie hier.

Einsatz von Six Sigma in der Finanzbranche

Six Sigma ist einer der bekanntesten Prozessoptimierungsansätze in der Fertigungsindustrie. Inzwischen hat diese Methodik auch im Finanzdienstleistungsbereich Einzug gehalten. Insbesondere Banken und Versicherungsunternehmen aus dem angloamerikanischen Raum setzen Six Sigma erfolgreich zur Effektivitäts- und Effizienzverbesserung ihrer Prozesse ein. Doch inwieweit wird Six Sigma auch in der Finanzindustrie verwendet? Die vorliegende empirische Studie unter den größten Banken, Versicherern und Service Providern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien gibt darauf Antworten. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Steuerung von Kreditprozessen

Die Optimierung der Geschäftsprozesse ist im Bankensektor schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Dabei wird eine echte Steuerung der Prozesse im "industriellen" Maßstab angestrebt. Fraglich ist jedoch, inwieweit die Prozesssteuerung bereits im Kreditgeschäft – dem Herzstück deutscher Banken und Sparkassen – implementiert ist. Die vorliegende empirische Studie unter den 1.000 größten Kreditinstituten Deutschlands sowie den zwölf Anbietern von Kreditprocessing-Dienstleistungen (Servicer) nimmt sich dieser Fragestellung an. Einen Abstract sowie das Bestellformular finden Sie hier.

Buchreihe "Advances in Business Process Management"

ProcessLab-Konferenz

Einmal pro Jahr veranstaltet das ProcessLab eine ganztägige Konferenz. Die ProcessLab-Konferenz ist im deutschsprachigen Raum die größte Konferenz zum Prozessmanagement in der Finanzbranche.

Praktiker stellen Best Practice Cases vor und diskutieren mit den Konferenzteilnehmern über ihre Erfahrungen beim Prozessmanagement.

Wissenschaftler des ProcessLab sowie aus anderen Hochschulen berichten über neueste Erkenntnisse zu Fragestellungen im Prozessmanagement. Oft geben auch Referenten aus anderen Branchen Einblick in ihre aktuellen Lösungsansätze.

Die nächste ProcessLab-Konferenz:

12. ProcessLab-Konferenz am 14. Juni 2018

Bereits durchgeführte Konferenzen

11. ProcessLab-Konferenz: AufBruch zur agilen Organisation (01.06.2017)

10. ProcessLab-Konferenz: Die Zukunft der Prozesse - lean, innovativ, digital (09.06.2016)

9. ProcessLab-Konferenz: Prozessinnovation durch Digitalisierung (11.06.2015)

8. ProcessLab-Konferenz: Operational Excellence systematisch und nachhaltig gestalten! (12.06.2014)

7. ProcessLab-Konferenz: Erfolgreiche Prozessverbesserung durch Mitarbeiterintegration (13.06.2013)

6. ProcessLab-Konferenz: Produktion im Back-Office - Neue Ideen in der Finanzbranche (14.06.2012)

5. ProcessLab-Konferenz: Prozessgestaltung am Front-End: Integration in den Kundenprozess (16.06.2011)

4. ProcessLab-Konferenz: Kapazitätsmanagement in Banken – Just in time for a next step (17.06.2010)

3. ProcessLab-Konferenz: Six Sigma in der Finanzbranche: Hype oder Chance? (18.06.2009)

2. ProcessLab-Konferenz: Prozessmanagement in Wertschöpfungsnetzwerken von Banken (18.06.2008)

1. ProcessLab-Konferenz: Messung und Steuerung von Prozessen (14.6.2007)

ProcessLab-Colloquium

Das ProcessLab bietet im Rahmen verschiedener Veranstaltungsreihen eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu Themen des Prozessmanagements. Das ProcessLab-Colloquium findet 3 mal im Jahr statt.

Das nächste ProcessLab-Colloquium: 

Das 39. ProcessLab-Colloquium ist für März 2018 geplant. Weitere Infos folgen.

Alle bisher durchgeführten ProcessLab-Colloquia:

29.11.2017 12:00:00

38. ProcessLab-Colloquium

13.09.2017 12:00:00

37. ProcessLab-Colloquium

26.01.2017 12:00:00

36. ProcessLab-Colloquium

09.11.2016 12:00:00

35. ProcessLab-Colloquium

02.03.2016 12:00:00

34. ProcessLab-Colloquium

03.12.2015 12:00:00

33. ProcessLab-Colloquium

22.10.2015 01:00:00

32. ProcessLab-Colloquium

22.04.2015 01:00:00

31. ProcessLab-Colloquium

29.01.2015 12:00:00

30. ProcessLab-Colloquium

30.10.2014 12:00:00

29. ProcessLab-Colloquium

24.04.2014 01:00:00

28. ProcessLab-Colloquium

30.01.2014 12:00:00

27. ProcessLab-Colloquium

26.09.2013 01:00:00

26. ProcessLab-Colloquium

31.01.2013 12:00:00

24. ProcessLab-Colloquium

30.10.2012 12:00:00

23. ProcessLab-Colloquium

23.02.2012 12:00:00

22. ProcessLab-Colloquium

17.11.2011 12:00:00

21. ProcessLab-Colloquium

12.05.2011 01:00:00

20. ProcessLab-Colloquium

16.12.2010 12:00:00

18. ProcessLab-Colloquium

07.10.2010 01:00:00

17. ProcessLab-Colloquium

20.05.2010 01:00:00

16. ProcessLab-Colloquium

04.03.2010 12:00:00

15. ProcessLab-Colloquium

05.11.2009 12:00:00

14. ProcessLab-Colloquium

24.09.2009 01:00:00

13. ProcessLab-Colloquium

23.04.2009 01:00:00

12. ProcessLab-Colloquium

26.02.2009 12:00:00

11. ProcessLab-Colloquium

20.11.2008 12:00:00

10. ProcessLab-Colloquium

20.11.2008 12:00:00

19. ProcessLab-Colloquium

16.10.2008 01:00:00

9. ProcessLab-Colloquium

14.05.2008 01:00:00

8. ProcessLab-Colloquium

21.02.2008 12:00:00

7. ProcessLab-Colloquium

29.11.2007 12:00:00

6. ProcessLab-Colloquium

18.10.2007 01:00:00

5. ProcessLab-Colloquium

19.04.2007 01:00:00

4. ProcessLab-Colloquium

08.03.2007 12:00:00

3. ProcessLab-Colloquium

23.11.2006 12:00:00

2. ProcessLab-Colloquium

26.10.2006 12:00:00

1. ProcessLab-Colloquium

ProcessLab-Round Table

Für den intensiven Austausch über ausgewählte Themen des Prozessmanagements in der Finanzbranche bieten wir den ProcessLab-Round Table an.

Die Teilnahme ist bewusst auf einen kleinen, persönlich eingeladenen Kreis beschränkt. Da sich die Themen ggf. stark unterscheiden, differiert auch der Teilnehmerkreis von Termin zu Termin.

Einer der Round Table-Teilnehmer übernimmt jeweils die Moderation und hält einen Impulsvortrag.

Haben Sie eine interessante Idee für den Round Table? Schlagen Sie gern Ihr Thema vor und moderieren Sie die Diskussion! Bitte melden Sie sich unter processlab@fs.de.

Bereits durchgeführte Round Tables

4. ProcessLab-Round Table: Innovation und Digitalisierung - in Kooperation mit der UMS GmbH (10.06.2015)
Moderator: Dr. Dietrich A. Herberg
Impulsvorträge durch Prof. Dr. Michael Rosemann, Queensland University of Technology (QUT) sowie Stefan Baumann, Managing Partner der Sturm und Drang GmbH.

3. ProcessLab-Round Table: Cashless payments in the age of mobility and ubiquity (03.09.2014) - in Kooperation mit der Copenhagen Business School
Moderatoren: Prof. Dr. Jürgen Moormann & Jan Damsgaard Beiträge von Forschern der Copenhagen Business School sowie von Marcus W. Mosen, COO der ConCardis GmbH, und Jakob Schreyer, CEO der Orderbird AG.

2. ProcessLab-Round Table: Effizienzsteigung als Business Need – Wie erreichen wir ein "Buy-in" der Fach- und Führungskräfte? (29.10.2013)
Moderatorin: Sabine Seipold, Abteilungsleiterin Prozessmanagement, Basler Versicherungen

1. ProcessLab-Round Table: Connected World und Connected Banking (21.03.2013)
Moderator: Prof. Dr. Michael Rosemann (Head of the Information Systems School), Queensland University of Technology (QUT)

ProcessLab-Newsletter

Unseren Newsletter können Sie auf unserer Website abonnieren oder schreiben Sie uns eine kurze E-Mail. Der Newsletter ist kostenfrei und erscheint dreimal im Jahr.

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Best Process Award

Im zweijährigen Rhythmus verleihen wir den "Best Process Award" in Kooperation mit den Zeitschriften "gi Geldinstitute" und "vb Versicherungsbetriebe".

Bei dem Wettbewerb geht es um besonders gut gelungene Prozesse in der Finanzbranche. Dabei kann es sich um komplette Geschäftsprozesse oder um Teilprozesse in Ihrem Unternehmen handeln. Wichtig ist, dass der Prozess auch tatsächlich umgesetzt wurde.

Die Bewerbungsunterlagen für den „Best Process Award 2018“ finden Sie hier.

Bewerben können sich alle Unternehmen, die in der Finanzbranche tätig sind: Banken und Sparkassen, Versicherungsunternehmen, FinTechs/InsurTechs und andere Finanzdienstleister, Back-Office-Dienstleister und weitere Service-Provider im deutschsprachigen Raum.

Die Einreichungsfrist läuft bis zum 31. März 2018.


Ihr Ansprechpartner für den "Best Process Award 2018" ist Friedrich Holotiuk (f.holotiuk@fs.de/069 154008-833)

Best Process Award 2016

Der Best Process Award 2016 wurde auf der 10. ProcessLab-Konferenz verliehen. Insgesamt gab es 19 Bewerbungen. Die ersten drei Plätze wurden wie folgt vergeben:

  1. Wüstenrot Bausparkasse AG (Prozess: Digitalisierung der Kreditentscheidung – E2E-Processing)
  2. ING-DiBa AG (Prozess: Digitales direkt-depot)
  3. DZ Bank AG in Zusammenarbeit mit syracom AG (Prozess: Retail-Werkbank: Automatisierung des Emissionsprozesses für strukturierte Anlageprodukte)

Best Process Award 2012

Der Best Process Award 2012 wurde auf der 6. ProcessLab-Konferenz verliehen. Beworben hatten sich 14 Unternehmen mit 15 Prozessen. Die ersten drei Plätze wurden wie folgt vergeben:

  1. DB Service - PBC Services GmbH der Deutschen Bank AG (Prozess: Auftragsmanagement)
  2. VEMA Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G. (Prozess: Workflow der VEMA-Tarifrechner)
  3. Universal Investment GmbH (Prozess: Class Actions)

Best Process Award 2014

Der Best Process Award 2014 wurde auf der 8. ProcessLab-Konferenz verliehen. Insgesamt gab es 15 Bewerber. Die ersten drei Plätze wurden wie folgt vergeben:

  1. Fundamenta Lakáskassza AG (Prozess: Beratung mit Bausparvertragsbeantragung am Point of Sale)
  2. Schwäbisch Hall Kreditservice AG (Prozess: LeanCredit)
  3. R+V Service Center GmbH (Prozess: Intelligentes Medienrouting)

Best Process Award 2010

Der Best Process Award 2010 wurde auf der 4. ProcessLab-Konferenz verliehen. Beworben hatten sich 20 Unternehmen der Finanzbranche mit 21 Prozessen. Die ersten drei Plätze wurden wie folgt vergeben:

  1. TeamBank AG Nürnberg (Prozess: easyCredit bestellen und Valutierungsverfahren im Rahmen der Kreditvergabe durchführen)
  2. comdirect bank AG (Prozess: Anlageberatung PLUS - Anlageberatung für private Kunden im Direktbankgeschäft mit automatisierter Portfolioüberwachung online und am Telefon)
  3. Münchner Hypothekenbank eG (Prozess: HypoLine-Zusage im vereinfachten Verfahren)

Six-Sigma-Simulation

In Vorlesungen und Schulungen zum Thema Six Sigma oder auch zum Geschäftsprozessmanagement werden üblicherweise Anwendungsbeispiele aus der Fertigungsindustrie oder der Logistik verwendet. Für Teilnehmer aus dem Finanzbereich erscheinen diese Beispiele meist sehr abstrakt. Es gelingt ihnen deshalb nur schwer, die erlernten Methoden auf ihr eigenes Geschäftsfeld zu übertragen.

Ihr Ansprechpartner für unsere "Six-Sigma-Simulation" ist Prof. Dr. Jürgen Moormann (j.moormann@fs.de/069 20154008-724)

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Um Mitarbeiter aus der Finanzbranche, insbesondere aus Banken und Versicherungsunternehmen, für Prozessprobleme und -lösungen zu sensibilisieren, wurden die Six-Sigma-Simulationen „KreditSim“ und „InsuranceSim“ konzipiert. Mit diesen Rollenspielen wird jeweils einer der Kernprozesse des Banken- bzw. Versicherungsgeschäfts simuliert, um den Mitarbeitern das Verständnis für Prozessmanagement bestmöglich vermitteln zu können.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung der Six-Sigma-Simulationen KreditSim und InsuranceSim. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den jeweiligen Informationsbroschüren.

Six-Sigma-Simulation für Banken – KreditSim

Mit diesem Rollenspiel wird die (Neugeschäfts-)Kreditbearbeitung simuliert – das Herzstück des klassischen Bankgeschäfts. Die Teilnehmer der Simulation versetzen sich dazu in die Rollen der Kreditsachbearbeiter der fiktiven Kreditbank GmbH und bearbeiten die Kreditfälle auf Basis vorgegebener Stellenbeschreibungen. Es wird dabei schnell deutlich, dass die Mitarbeiter jeweils nur einen kleinen Teil der Prozesskette abdecken und damit eine punktuelle Verbesserung wenig wirkungsvoll erscheint. Die Eliminierung bestehender Bearbeitungsfehler und die Verringerung der langen Durchlaufzeit des Bearbeitungsprozesses lassen sich nur mit einer Optimierung des gesamten Prozesses bewerkstelligen. Hierbei bietet Six- Sigma eine methodische Unterstützung.

Mit Hilfe des DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) wird der Prozess sorgfältig analysiert, um sämtliche Probleme und Fehler zu identifizieren. Im Idealfall wird gemeinsam mit den Teilnehmern ein optimierter Kreditprozess entwickelt, der anschließend erneut simuliert werden kann. Der Vergleich von Fehleranzahl und Durchlaufzeit der beiden Simulationen macht die Bedeutung des Geschäftsprozessmanagements bzw. der Methodik Six-Sigma deutlich. KreditSim wurde daher bereits in vielen Veranstaltungen der Frankfurt School of Finance & Management zur Veranschaulichung der Six-Sigma-Methodik benutzt.

Simulationshintergrund

Die Kreditbank ist mit ihren vier Filialen eine der führenden Regionalbanken im Baufinanzierungsgeschäft. In den Filialen werden die Kunden von speziell für den Vertrieb von Baufinanzierungen ausgebildeten Mitarbeitern beraten. Die Kreditentscheidung über die endgültige Vergabe der Baufinanzierungen wird jedoch in der Zentrale getroffen. Durch die Zentralisierung des standardisierten Rating-Verfahrens soll eine zeitnahe und qualitativ hochwertige Kreditbearbeitung sichergestellt werden.
Die Filialen legen besonderen Wert darauf, dass ihre in der Zentrale bearbeiteten Kreditanträge zeitnah und richtig bearbeitet werden. Ihre Anforderungen lassen sich mit den folgenden Qualitätskriterien beschreiben:

  • Bearbeitung in der gewünschten Zeitdauer,
  • Bearbeitung mit der richtigen Rating-Ermittlung und
  • Bearbeitung mit einem weiteren Qualitätsmerkmal.

Mit der derzeitigen Prozessgestaltung können diese Qualitätskriterien nicht erfüllt werden. Eine Verbesserung des Kreditentscheidungsprozesses ist daher dringend erforderlich.

Ablauf

Grundsätzlich lässt sich KreditSim in drei Phasen unterteilen. Die erste Phase ist die eigentliche Simulation des vorgegebenen Kreditprozesses (Ist-Situation). In der zweiten Phase wird die Optimierung des Prozesses durchgeführt, um in der dritten Phase eine erneute Simulation des optimierten Kreditprozesses durchführen zu können.
Zur optimalen Gestaltung der Simulation wird eine Gesamtzahl von 12 bis 18 Personen benötigt. Soll KreditSim in einem Rahmen genutzt werden, der die Zahl von 18 Personen überschreitet, können die zusätzlichen Personen während der Simulation als Beobachter eingesetzt werden. Anschließend können die Beobachter ebenso wie die Teilnehmer an der Optimierung des Prozesses mitwirken.

*KreditSim ist als Wortmarke (Nr.: 302009 048 678) in das Markenregister eingetragen.

Six-Sigma-Simulation für Versicherungsunternehmen – InsuranceSim

Anhand dieses Rollenspiels wird einer der Kernprozesse des Versicherungsgeschäfts simuliert – der Schadenregulierungsprozess. Dazu versetzen sich die Teilnehmer der Simulation jeweils in die Rolle des Sachbearbeiters eines fiktiven Versicherungsunternehmens und bearbeiten die eingehenden Schadenmeldungen auf Basis einer vorgegebenen Stellenbeschreibung. Es wird dabei schnell deutlich, dass die einzelnen Sachbearbeiter jeweils nur einen kleinen Teil der Prozesskette abdecken und somit eine punktuelle Verbesserung des Prozesses wenig wirkungsvoll erscheint. Die vielen Fehler und die sehr lange Durchlaufzeit des Bearbeitungsprozesses lassen sich nur mit einer Optimierung des gesamten Prozesses merklich reduzieren.

Im Anschluss an die Simulation kann der Prozess mit Hilfe des DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) gründlich analysiert werden, um sämtliche Probleme und Fehler im Prozessablauf zu identifizieren. Die Teilnehmer entwickeln, aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen, einen verbesserten Schadenregulierungsprozess, der daraufhin erneut durchgespielt und somit erprobt wird. Der Abgleich von Fehleranzahl und Durchlaufzeit der beiden Prozessvarianten (vorher/nachher) macht den positiven Effekt der eingesetzten Techniken des Prozessmanagements deutlich.

Die Simulation kann in zwei Varianten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad eingesetzt werden. Daher eignet sich InsuranceSim für unterschiedlichste Schulungszwecke. Die „einfache“ Variante eignet sich vor allem für Schulungen zum allgemeinen Prozessverständnis, für Champions oder für Yellow-Belt-Trainings. Hier kann auch eine zeitlich stark gekürzte Variante (75 Minuten) gespielt werden. Die „komplexe“ Variante ist hingegen für anspruchsvollere Green- und Black-Belt-Trainings geeignet. Die Seminare können flexibel gestaltet werden und einen Zeitraum zwischen einem halben Tag und zwei Tagen umfassen.

Simulationshintergrund

Mit InsuranceSim wird die Schadenbearbeitung der fiktiven ALEA Versicherung ins Visier der Prozessanalyse genommen. In den Geschäftsstellen der ALEA werden die Kunden von speziell für den Vertrieb von Versicherungen ausgebildeten Mitarbeitern beraten und im Schadenfall betreut. Die Entscheidung über die jeweilige Deckung eines Schadens sowie über die Höhe des damit verbundenen Auszahlungsbetrags erfolgt bis zu einem bestimmten Rechnungsbetrag durch die Geschäftsstellen selbst. Durch die Dezentralisierung des standardisierten Beurteilungsverfahrens soll ein zeitnahes und zugleich hochwertiges Schadenmanagement sichergestellt werden. Der Prozess muss dabei aus Kundensicht drei Qualitätskriterien genügen:

  • Korrekte Schadenfeststellung,
  • Korrekte Ermittlung des Auszahlungsbetrags und
  • Bearbeitung in der gewünschten Zeitdauer.

Durch das eigene Erleben des Schadenregulierungsprozesses der ALEA Versicherung werden die Teilnehmer schnell feststellen, dass die Qualitätskriterien mit der derzeitigen Prozessgestaltung nicht erfüllt werden können. Insbesondere nimmt die Bearbeitung der Schadenmeldung häufig mehr als zehn Tage ein, was die Kunden der ALEA immer wieder bemängeln. Daher sind eine sorgfältige Analyse sowie eine darauf aufbauende Verbesserung des Schadenregulierungsprozesses unumgänglich.

Ablauf

Grundsätzlich lässt sich InsuranceSim in drei Phasen unterteilen: Die erste Phase entspricht der Simulation des vorgegebenen Schadenregulierungsprozesses der ALEA Versicherung. Diese Phase ist standardisiert und aufgrund der verwendeten Materialien und der Spielanleitung fest vorgegeben. In der zweiten Phase geht es um die Optimierung des Prozesses: Hierbei werden die Teilnehmer vom Trainer angeleitet. Dazu kann der DMAIC-Zyklus der Six-Sigma-Methodik benutzt werden. Auf dieser Basis wird ein neu gestalteter Schadenregulierungsprozess entwickelt. In der dritten Phase wird schließlich der optimierte Prozess mit den Teilnehmern simuliert. Die Erfolge der Prozessoptimierung können dann festgehalten und mit den Ergebnissen der Ausgangssituation verglichen werden.

Die Simulation ist je nach Ausführungsvariante auf 8 bis 14 Teilnehmer ausgelegt (ohne Moderator). Soll InsuranceSim in einem Rahmen genutzt werden, der diese Anzahl überschreitet, so können weitere Personen als Beobachter eingesetzt werden. Diese können im Anschluss an die Simulation erste Vermutungen hinsichtlich der Prozessprobleme äußern. Anschließend wirken die Beobachter ebenso wie die Teilnehmer an der Optimierung des Prozesses mit.

Publikationen zu KreditSim und InsuranceSim

Leyer, M./Hirzel, A.-K./Moormann, J. (2015): Effectiveness of role plays on process-oriented behavior in daily work practices: An analysis in the financial services sector, in: Proceedings of the 23nd European Conference on Information Systems (ECIS 2015), Münster, Paper 120.

René Börner, Jürgen Moormann, Minhong Wang (2012): Staff training for business process improvement: the benefit of role-plays in the case of KreditSim, in: Journal of Workplace Learning, 24. Jg. (2012), Nr. 3, S. 200-225 (DOI: 10.1108/13665621211209276)

Moormann, J./Börner, R./Wang, M. (2011): Advancing staff training: Transforming a paper-based role play into a workflow management system, in: Development and Learning in Organizations, 25. Jg., Nr. 6, S. 16-19 (DOI: 10.1108/14777281111173351).

Börner, R./Moormann, J. (2011): Mitarbeiterschulung mit Rollenspielen und Workflow-Management-Systemen, in: HMD - Praxis der Wirtschaftsinformatik, 48. Jg., Heft 281, S. 89-98 (weitere Informationen).

Gronert, H./Grewatsch, O. (2010), Prozesse mehr beachten. Six Sigma in Kombination mit BPM, in: geldinstitute, 41. Jg., Nr. 4, S. 30-31.

Gronert, H. (2010), Prozessen Beachtung schenken, in: Versicherungsbetriebe, Heft 1, S. 18-19.

Moormann, J./Wang, M. (2010), Using role-play based simulation to acquire tacit knowledge in organizations: The case of KreditSim, in: Proceedings of the 5th International Conference on Knowledge Management in Asia Pacific (KMAP 2010), 16-17. September 2010, Xi’an, China (Artikel zum Download).

Börner, R./Uremovic, A. (2010), Sparking Employee's Interest in Six Sigma. Transferring a paper-based Simulation to a Workflow Management Application, in: Cordeiro, J./Shishkov, V./Verbraeck, A./Helfert, M. (Hrsg.), Proceedings of the 2nd International Conference on Computer Supported Education, Band 2, Valencia, Spanien, S. 203-210 (Artikel zum Download).

Börner, R./Leyer, M. (2010), Using role-plays to acquire process-oriented knowledge in enterprises, in: Liu, K./Filipe, J. (Hrsg.), Proceedings of the International Conference on Knowledge Management and Information Sharing, Valencia: SciTePress, S. 149-156 (Artikel zum Download).

Börner, R./Heckl, D./Hilgert, M. (2009), Erfahrungen mit dem Schulungsinstrument KreditSim, in: Moormann, J./Heckl, D./Lamberti, H.-J. (Hrsg.), Six Sigma in der Finanzbranche, 3., vollst. neu erstellte Aufl., Frankfurt/M.: Frankfurt School Verlag, S. 395-414.

Forschungskooperationen

Von großer Bedeutung für unsere Arbeit ist die Kooperation mit anderen Universitäten. Immer mehr erfolgt die Erstellung wissenschaftlicher Publikationen in Co-Autorenschaft mit Forschern anderer Hochschulen, um unterschiedliches Know-how hinsichtlich Methodik, Domäne und Lösungsansätzen zusammenzubringen.

Das ProcessLab arbeitet mit verschiedensten Partner im akademischen Bereich zusammen. Besonders enge Verbindungen bestehen mit den folgenden Kooperationspartnern.

Universität Rostock

Lehrstuhl für „BWL der Dienstleistungen“
Prof. Dr. Michael Leyer researches in the field of process management with a focus on the empirical analysis of methodologies such as Six Sigma and Lean Management. He is also working on conveying process-oriented thinking to employees. Prof. Leyer is a former PhD student and lecturer (postdoc) of ProcessLab.

Universität Liechtenstein

Institut für Wirtschaftsinformatik
Zusammen mit Assistenzprofessorin Dr. Theresa Schmiedel vom Institut für Wirtschaftsinformatik führen wir eine Studie zur kulturellen Fitness von Banken für das Prozessmanagement durch. Mit dieser Fragestellung verbinden wir die Expertise von Frau Dr. Schmiedel mit unserem Bankenfokus. In dem Forschungsprojekt untersuchen wir, inwiefern sich spezifische Wertorientierungen auf die Performance von Prozessen und auf die Performance der gesamten Organisation auswirken. Insbesondere berücksichtigen wir dabei die Auswirkungen der Regulation in der Bankbranche auf die Unternehmensleistung.

Queensland University of Technology

BPM Research Group
The QUT´s BPM Research Group in Brisbane, Australia, is one of the major research groups in the field of Business Process Management covering many topics along the lifecycle of business processes. Prof. Dr. Michael Rosemann, Head of the Information Systems School at QUT, is a long-time partner of ProcessLab. The BPM Research Group is an important part of the Information Systems School.

University of Hong Kong

KM&EL Lab
The Laboratory for Knowledge Management & E-Learning is a research center at the University of Hong Kong directed by Prof. Dr. Maggie M. Wang. The main focus of the laboratory’s research is the general improvement of knowledge management as well as effective learning. Prof. Wang is also the editor-in-chief of the journal „Knowledge Management & E-Learning: An International Journal“.

Offene Stellen

Sie haben Interesse, in einer jungen, innovativen und international aktiven Forschungsgruppe mitzuarbeiten? Dann informieren Sie sich hier über offene Stellen am ProcessLab.

Promotion am ProcessLab

Eine Promotion am ProcessLab ermöglicht Ihnen eine enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern, die Teilnahme am Doctoral Programme der Frankfurt School of Finance & Management sowie einen Einstieg in die internationale Forschung. Der Fokus der Forschungsaktivitäten im ProcessLab liegt auf dem Prozessmanagement in der Finanzbranche.

Aktuelle Stellenausschreibung Postdoc/Wiss. Mitarbeiter/in

Informationen zum Doctoral Programme der Frankfurt School of Finance & Management.

Orientierung zur Bewerbung um ein Doktorandenstudium

Sponsoren

Ziel des ProcessLab

ist der Wissenstransfer von der Theorie zur Praxis und umgekehrt. Die Arbeit des ProcessLab wird durch die Kooperation mit Sponsoren ermöglicht, die vom gegenseitigen Nutzen überzeugt sind.

Haben Sie Interesse an unseren Themen und könnten sich eine gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen? Der Kreis der Kooperationspartner ist offen – weitere sind herzlich willkommen.

Die Commerzbank, Concardis, UMS und Wüstenrot & Württembergische haben diese Mehrwerte für sich erkannt und unterstützen das ProcessLab aktiv und großzügig. Damit schaffen sie die Voraussetzungen für eine anwendungsnahe und erfolgreiche Forschung. Darüber hinaus arbeiten wir mit dem Softwarepartner iGrafx zusammen.

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